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Springe Matthias Miersch diskutiert über die Zukunft der SPD
Umland Springe Matthias Miersch diskutiert über die Zukunft der SPD
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18:56 27.07.2018
Der Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch (Mitte) stellt in der Gaststätte Krügers in Gestorf seine Vorstellungen über eine Erneuerung der SPD vor. Ortsvereinschef Eberhard Brezski (links) und Vorstandsmitglied Volker Beßling hören zu. Quelle: Foto:
Gestorf

Schweißtreibend war dabei nicht nur das schwergewichtige Thema, sondern waren auch die Temperaturen in der Gaststätte Krügers in Gestorf.

„Es ist wichtig, über Inhalte zu streiten“, erklärte Miersch. Die Partei brauche keine Erneuerung, aber dringend einen Prozess der Erneuerung – mit Austausch von unten nach oben und von oben nach unten. Mit den Themen Wirtschaft und Wachstum, Zukunft der Arbeit, Zukunft des sozialen Zusammenhalts und die Rolle Deutschlands in der Welt ständen vier Schwerpunkte im Fokus. Dafür fertigten auf Bundesebene entsprechende Arbeitsgruppen Impulspapiere, so Miersch. Auf Unterbezirksebene soll nun zusammengefasst werden, was die Ortsvereine dazu einbringen.

Und Miersch brennen weitere Themen unter den Nägeln: Das Recht auf Arbeit etwa. Auch Langzeitarbeitslose müssten in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse gebracht werden.

Eberhard Brezski, Chef des SPD-Ortsvereins, wies zudem auf den Bereich der Gesundheitspolitik hin: „Wie wollen wir Menschen motivieren, etwa in Pflegeberufen zu arbeiten?“, fragte er. Dazu müsse auch in die Tarifautonomie eingegriffen werden.

Europawahl im Blick

Und auch einige Genossen der Mitgliederversammlung hatten etliche Themen, die sie bearbeitet haben und Miersch mit auf den Weg nach Berlin geben wollten. So machte etwa Detlev Herzig auf die Problematik des wachsenden Wirtschafts-verkehrs aufmerksam. Sowohl auf den Schienen als auch auf den Autobahnen seien die Kapazitäten erschöpft. Positiv sei die Entwicklung im Bildungsbereich und der Stärkung der Gesamtschulen. „Auf diese Bildungspolitik können wir stolz sein“, erklärte Miersch.

„Wir sollten generell als Kommunalpolitiker niedersachsenweit zusammenarbeiten“, forderte Katrin Kreipe, Vorstandsmitglied der Springer SPD-Abteilung. Und diesen Input dann mit Schwung auf Bundesebene einbringen. „Es ist wichtig, dass man sich mit der SPD identifizieren kann“, sagte Kreipe.

Fest im Blick hatte die Versammlung die Europawahl, die im kommenden Jahr stattfindet. Für die Unterbezirksvertrerterversammlung am Freitag, 31. August, mussten die Springer jetzt Delegierte wählen. Einstimmig votierten sie für Stephan Pisareck, Ernst Rasche und Volker Beßling.

Als Ersatzdelegierte wurden Harald Malz und Andreas Wietstock gewählt. In den Unterbezirksbeirat wählten die Mitglieder Lisa Maris. Sie löst Jan Mensing ab.

Von Anne Brinkmann-Thies

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