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BBS Springe feiert 125-jähriges Bestehen

Springe BBS Springe feiert 125-jähriges Bestehen

Unterricht zweimal wöchentlich für zwei Stunden? Heute kaum noch vorstellbar. Doch als am 1. Juni 1892 die Berufsbildende Schule in Springe (BBS) eröffnete, war das Alltag für Arbeiter, Gesellen und Lehrlinge. 125 Jahre später ist die Bildung eine andere.

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Der stellvertretende Direktor Dieter Schmidt stimmt die Gäste mit Musik von José Luis Merlin auf die Feierstunde ein.

Quelle: Helmbrecht

Springe. Im Rahmen einer Feierstunde hat die Einrichtung gestern auf die Anfänge zurückgeschaut - aber auch Wünsche für die Zukunft geäußert. Waren 1937 gerade einmal zehn Lehrer an der Schule tätig, sind es heute mehr als 140 Lehrer und 2814 Schüler aus 54 Nationen. Und: Die Schule wächst immer weiter - und damit auch die Raumnot. „Da wünsche ich mir mehr Unterstützung vom Schulamt“, betonte Schulleiter Michael Krampe während seiner Rede. Mit den steigenden Schülerzahlen vor allem im Bereich der Kältetechnik kommt ein weiteres Problem dazu: Es fehlen Lehrer. „Wir haben bis jetzt 96 Anmeldungen für die Ausbildung, aber müssen die Schüler auf drei Klassen verteilen, weil es nicht ausreichend Lehrkräfte gibt.“

Doch nicht nur die Raumnot oder der Lehrermangel beschäftigt die BBS heute: 200 Schüler mit geringen Deutschkenntnissen besuchen täglich den Unterricht. In zahlreichen zusätzlichen Klassen sollen die jungen Flüchtlinge auf den Berufseinstieg vorbereitet werden. „Mein Appell gilt daher an alle Verbände: Seien Sie mutig und stellen Sie diese Schüler ein“, so Krampe.

Viel Lob bekam die BBS für die Weiterentwicklung zu einem regionalen Kompetenzzentrum. Aber auch früher sei die Schule immer mit der Zeit gegangen, sagte Ministerialdirigentin Cornelia Hartwig. So gäbe es seit 1975 den Zweig Sozialpädagogik. Und das sei heute mehr denn je gefragt, wenn über frühkindliche Bildung oder Inklusion gesprochen werde. „Schule muss Veränderungen akzeptieren, um bestehen bleiben zu können“, schloss sich die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz an. In Springe sei das gelungen, indem sich die Einrichtung in den vergangenen 125 Jahren weiterentwickelt habe, zusätzliche Bildungsgänge anbietet oder seit 1993 ein Fachgymnasium hat. Somit haben Schüler die Möglichkeit, vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur jeden Abschluss erreichen zu können. „In der Region sind Sie eine feste Größe in der Schullandschaft“, betonte Michalowitz.

Blickt man auf die Anfänge der Schule zurück, zeigen sich auch dunkle Kapitel der deutschen Geschichte. So konnte die BBS erst 1947 wiedereröffnen. Während des Krieges waren die Aktivitäten in der Schule stark eingeschränkt.

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