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Nachrichten Getreidefeld steht in Flammen
Umland Springe Nachrichten Getreidefeld steht in Flammen
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17:40 05.07.2018
Eine Ballenpresse ist in Brand geraten Quelle: Fotos: Herrmann
Völksen

Auf einem abgeernteten Getreidefeld in der östlichen Verlängerung an der Straße Spielburg ist am Mittwochabend eine Rundballenpresse in Inneren in Brand geraten. Flammen entzündeten das Stroh mitten auf dem Acker auf einer Fläche von etwa 20 mal 20 Metern.

Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren aus Völksen und Springe löschten die Flammen mit Wasser aus Tanklöschfahrzeugen. Ein Landwirt aus Völksen setzte einen Grubber ein, der von einem Traktor gezogenen wurde, um die abgebrannten und abgelöschten Strohreste zu zerkleinern und auf dem Feld zu verteilen. Der Feuerwehreinsatz war nach etwa 90 Minuten beendet.

Das Feuer entstand laut Polizei gegen 18.30 Uhr, als ein Landwirt das Stroh auf einem nördlich der Bahnstrecke gelegenen etwa 400 Meter mal 350 Meter großen Acker mit einer Presse zu etwa 20 Rundballen verarbeitet hatte und die letzten Rundballen presste, mittig im Acker. Als der Landwirt das Feuer bemerkte, zog er die Rundballenpresse an den südlichen Rand des Ackers Richtung Feldweg.

Tanklöschfahrzeuge aus Völksen und Springe fuhren auf den Acker. Mit Wasser aus drei Strahlrohren löschten Feuerwehrleute den Strohbrand und bewässerten die vom Brand betroffene Ackerfläche.

Laut Feuerwehr wurden drei Rundballen durch den Brand zerstört. Die Polizei geht als Brandursache von einem technischen Defekt aus. Die Schadenhöhe ist unbekannt.

Am Montagnachmittag wurde die Besatzung eines Funkstreifenwagens vom Polizeikommissariat Springe gegen 17.30 Uhr an die Kreisstraße 230 zwischen Lemmie und Gehrden zur Unterstützung gerufen, weil dort ebenfalls eine Rundballenpresse das abgeerntete Feld in Brand steckte. Binnen Minuten entfachten die Flammen, durch böigen Wind angetrieben, den kompletten Acker auf einer Fläche von etwa 160 000 Quadratmetern. Einsatzkräfte aus fünf Ortsfeuerwehren löschten den Brand. Auch in anderen Gemeinden der Region Hannover sind in den vergangenen Tagen mehrere Feuerwehren im Einsatz, um dort Flächenbrände zu löschen.

Der Deutsche Wetterdienst warnt seit mehreren Tagen wegen der anhaltenden Trockenheit vor einer sehr hohen Waldbrandgefahr. Die dürfte auch noch in den kommenden Tagen bestehen bleiben – wenn sie sich nicht gar weiter verschärft. Denn laut Wetterberichten könnte es – frühestens – am Montag erste Schauer geben. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt dann allerdings auch nur bei 30 Prozent.

Von Bernhard Herrmann