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Umland Springe Nachrichten Das Wisentgehege wird zum Waldpädagogikzentrum
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14:42 04.01.2010

Die Niedersächsischen Landesforsten strukturieren ihren Bereich Waldpädagogik um: Das Springer Wisentgehege ist seit Jahresbeginn eines von zehn Zentren, in denen Kindern Naturerlebnisse vermittelt werden soll. Bereits Mitte 2010 soll ein Unterrichtsgebäude eröffnet werden.

„Das Waldpädagogikzentrum Wisentgehege ist eine thematische Erweiterung der jetzigen Gehegeschule“, sagte Stefan Fenner, Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten. Schüler sollen künftig nicht nur Tiergehegepädagogik erfahren, sondern auch den Lebensraum Wald erkunden.

Zehn Waldpädagogikzentren nehmen am 1. Januar 2010 ihre Arbeit auf. Cornelia Trippke, Leiterin der Gehegeschule im Wisentgehege, bekommt einen neuen Kollegen, der für den Bereich Wald zuständig ist: Hans-Jürgen Thies vom Forstamt Fuhrberg. „Herr Thies wird in der ganzen Region Hannover mit Schulklassen in den Wald gehen“, sagte Fenner.

Die Landesforsten werden die gesamte Umweltbildung und Waldpädagogik auch inhaltlich verändern und stärken. Denn immer mehr städtische Kinder seien der Natur entfremdet, sagte der Sprecher. Um das Angebot das ganze Jahr über aufrechterhalten zu können, soll das Wisentgehege ein neues Schulungshaus bekommen.

Das neue Gebäude soll in Holzständerbauweise errichtet werden. Mittelpunkt ist ein großer Multifunktionsraum, in dem eine komplette Schulklasse Platz hat. „Eventuell ist auch ein kleiner Laborteil angegliedert, in dem Kinder mit der Becherlupe arbeiten können“, sagte Fenner. Ein Sanitärtrakt, drei Büros, Lager- und Technikräume runden den Neubau, der etwa 300?000 Euro kosten soll, ab. Das Gebäude wird als Niedrigenergiehaus gebaut. Die geplante Holzpelletheizung soll als Beitrag zum Umweltschutz dienen: „Der Raum erhält große Schaufenster, um hineinschauen zu können“, sagte Wisentgehegeleiter Thomas Hennig.

Das Schulungshaus soll neben der Streichelwiese entstehen. Dafür müssen die Wisente an der Köhlerhütte ein kleines Stück ihrer Weidefläche abgeben. „Die Tiere werden sich schnell an die fehlende Ecke gewöhnen“, sagte Hennig. Er hofft, dass Mitte Februar die Baugenehmigung vorliegen wird. „Dann soll es so schnell wie möglich losgehen, damit wir Mitte des Jahres fertig sind“, sagte Hennig.

Von Brigitte Kieth

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