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Diebstahl im Juweliergeschäft steht vor Gericht

Springe Diebstahl im Juweliergeschäft steht vor Gericht

Zwei Männer haben im Mai letzten Jahres mit einer fiesen Masche Goldschmuck entwendet. Die Zeugen erkennen Täter im Amtsgericht nicht zweifelsfrei wieder, ein 29-Jähriger wird freigesprochen.

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Die Strafrichterin sprach den vermeintlichen Dieb frei.

Quelle: Symbolbild

Springe. Mehrere Goldketten und Armbänder im Wert von rund 1500 Euro haben zwei Männer im Mai vergangenen Jahres während der Öffnungszeit und hinter dem Rücken einer Mitarbeiterin aus einem Springer Juweliergeschäft gestohlen. Einer der vermeintlichen Täter musste sich am Dienstag vor dem Springer Amtsgericht verantworten. Weil die Zeugen den 29-jährigen Mann aus Celle aber nicht zweifelsfrei wiedererkannten, sprach ihn die Strafrichterin frei.

Im Mai vergangenen Jahres habe zunächst ein Mann den Laden betreten und nach einer Kette als Hochzeitstagsgeschenk gefragt, sagte eine Goldschmiedin und Mitarbeiterin des Juweliergeschäfts in ihrer Zeugenaussage vor Gericht. Daraufhin sei sie zu den Auslagen im Fenster des Ladens gegangen, um ihm Schmuckstücke zu zeigen. In diesem Moment habe ein zweiter Mann das Geschäft betreten. Der habe verwundert und ohne Zusammenhang ausgerufen: „Oh, hier gibt es auch WMF-Artikel!“ Das sei eine eigenartige Situation gewesen, berichtete die Mitarbeiterin. Während sie noch am Schaufenster stand, um ein passendes Hochzeitstagsgeschenk zeigen zu können, ertönte die Ladenklingel und sie sah beide Männer davonlaufen. „Ich bin schnell zum Tresor gegangen“, sagte die Mitarbeiterin.

Ein Blick in den geöffneten Tresor habe sie sofort vermuten lassen, dass Schmuck fehle. „Ich bin den Männern noch hinterhergelaufen, konnte sie aber nicht mehr einholen.“ Versicherung zahlt nicht Eine genaue Prüfung ergab dann den Diebstahl von drei Goldketten und einem goldenen Armband. Die Versicherung sei für den Diebstahl des Goldschmucks nicht aufgekommen, erklärte die Mitarbeiterin auf Nachfrage der Strafrichterin. Während die Zeugin nach der Tat bei einer Bildvorlage der Polizei noch mit „ziemlicher Sicherheit“ den Angeklagten als jenen Mann wiedererkannte, der als zweiter das Juweliergeschäft betrat, so war sie sich nun im Gerichtssaal und vis-à-vis mit dem 29-Jährigen nicht mehr gewiss.

Die Strafrichterin erklärte zudem, dass es in der Familie des Angeklagten drei weitere junge Männer gebe. Die Frage, ob es auch ein ähnlich aussehender Mann gewesen sein könnte, bejahte die Frau. „Der Sicherheitsgrad sinkt auf Nachfrage“, stellte der Staatsanwalt fest und plädierte nach dem Grundsatz im Zweifel für den Angeklagten auf Freispruch. Denn auch eine weitere Zeugin, die zwei verdächtige Männer auf dem Parkplatz der Osttangente beobachtet hatte, erkannte den Angeklagten nicht wieder. Am Tag des Diebstahls im Juweliergeschäft waren nämlich kurz nach der Tatzeit zwei Männer in ein Geschäft an der Osttangente gekommen, in dem die Zeugin arbeitete.

Beide hätten sich sehr auffallend verhalten, berichtete sie. Einer habe gefragt, ob sie auch Tiere im Laden hätten. Nach dem Verlassen des Ladens seien beide kurz in weitere Geschäfte und dann wieder zurück zu ihrem Auto auf dem Parkplatz gegangen. Die Zeugin und ihre Kollegin notierten sich ein Celler Auto-?kennzeichen und verständigten die Polizei.

von Anne Brinkmann-Thies

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