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Umland Springe Nachrichten Stadtblibliothek: E-Books werden zum Erfolgsmodell
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00:16 30.12.2017
Setzt auf E-Books und Veranstaltungen: Bibliotheksleiter Tibor Maxam.  Quelle: Foto: Archiv
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Springe

 Längst wird nicht mehr nur aus gedruckten Büchern gelesen. Auch im Urlaub wird gerne zum leichteren E-Book-Reader gegriffen, um die Lieblingsbücher elektronisch auf dem Gerät zu lesen. Das weiß auch das Team der Stadtbibliothek und bietet seit dem Sommer eine Online-Ausleihe an. Und das scheint bei den Springern gut anzukommen. „Ich bin sehr zufrieden mit der Resonanz“, sagt der Leiter, Tibor Maxam.

Bis November haben bereits 308 Personen mitgemacht, jeder fünfte Bibliotheksnutzer hat somit schon einmal ein E-Book ausgeliehen – das sind 18 Prozent der angemeldeten Leser. „Gerechnet hatte ich zum Start mit 10 Prozent, da sind wir jetzt weit drüber“, sagt Maxam. 2914 Ausleihen gab es bis jetzt insgesamt.

Um den Springern die neue Ausleihe näherzubringen, bietet Maxam jeden Dienst eine Sprechstunde zu dem System an. Bis zu zehn Interessierte würden zu den Terminen kommen. Auch über das Telefon bekäme er zahlreiche Anfragen. „Die Onleihe ist relativ problemlos und einfach. Natürlich könnte es immer noch besser sein, aber das liegt dann eher am Verbund.“ Und auch sein Ziel, mit den E-Books neue Kunden zu erreichen, ist nach eigenen Angaben geglückt. Im ersten Monat gab es 145 Anmeldungen. Insgesamt haben 1733 Springer einen Leseausweis.

Dass die Stadtbibliothek ab dem 2. Januar die Öffnungszeiten ändere, habe nichts mit der elektronischen Ausleihe zu tun, betont Maxam. „Wir fahren entgegen aller Befürchtungen das reguläre Medienangebot nicht zurück, auch wenn jetzt natürlich Doppelungen vermieden werden sollten.“

Bibliothek erhält Auszeichnung

Und auch an den 26 Wochenstunden, die die Einrichtung geöffnet hat, ändert sich nichts. Dafür aber die Aufteilung: Dienstags hat die Bibliothek künftig von 10 bis 13 und 14 bis 19 Uhr geöffnet. Mittwochs, donnerstags und freitags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr. „So soll man sich die Öffnungszeiten leichter merken können, auch wenn es für viele erst einmal eine Umstellung ist“, sagt Maxam.

Die neuen Zeiten seien auch eine Empfehlung des Qualifizierungs-Teams gewesen. Im Spätsommer bekam die Bibliothek die Auszeichnung „Qualität und Siegel“. „Da steht viel Arbeit dahinter und wir sind froh, dass wir es geschafft haben“, sagt Maxam. Die Prüfer haben in diesem Zuge auch empfohlen, den Bestand zu prüfen. „Im Bestand sind wir sogar gewachsen mit der elektronischen Ausleihe, und auch die Menge, nämlich 35 000, bleibt.“

Überrascht ist er auch über die hohe Nachfrage an Zeitschriften. Derzeit stehen den Springern 60 Exemplare zur Auswahl. Quotenbringer seien unter anderem Reiseführer und Hörbücher. 2018 will Maxam vermehrt auf Veranstaltungen setzen – und einen Spielebereich schaffen. Mit Spielekonsolen will Maxam auch die Jüngeren erreichen. Die Kultur sei in Springe mit einem Stammtisch gut vernetzt. Das wünsche er sich auch für den Bereich Bildung und hofft auf eine engere Kooperation mit den Schulen. „Außerdem habe ich die Idee, einen 3-D-Drucker anzuschaffen, damit haben andere Kollegen schon gute Erfahrungen gemacht, noch ist aber nichts spruchreif.“

Ausbildungsplatz ist begehrt

Im kommenden Jahr wird Maxam wieder ausbilden. Aus finanziellen Gründen kippte die Stadt die Stelle. „Nach acht Jahren Pause beginnen wir wieder mit einer Ausbildung, darüber sind wir sehr froh.“ Und die Stelle sei heiß begehrt: 20 Interessierte – auch aus anderen Bundesländern – hätten sich beworben. Die Stelle ist jetzt bereits vergeben. „Nachwuchs wird in unserer Branche dringend benötigt.“

Von Saskia Helmbrecht

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