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Umland Springe Nachrichten Eine Schule in Sekt-Laune
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19:12 09.09.2018
Das Jubi-Musical: Darsteller aus verschiedenen Aufführungen der letzten 15 Jahre kommen auf die Bühne. Quelle: Fotos: Brinkmann-Thies
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50 Jahre Otto-Hahn-Gymnasium (OHG): Diesen runden Geburtstag haben Tausende Schüler – aktuelle wie ehemalige –, Lehrer und Mitarbeiter in einem schillernden Fest unter dem Motto „Alles im grünen Bereich“gemeinsam gefeiert. Fast zwölf Stunden lang dauerte die Party mit vielen Höhepunkten: Show-Acts, Schulführungen, ein großes Feuerwerk und viele musikalische Leckerbissen hatte das Team um Schulleiterin Kerstin Prietzel zu einem farbenfrohen Programm zusammengeführt.

4200 Abiturienten

Rund 4200 Schüler haben seit Gründung des OHG hier ihr Abitur abgelegt – mit einem im Landesvergleich deutlich besseren Notendurchschnitt. Auf Erfolge und Auszeichnungen etwa bei „Leistung-macht-Schule“ könne das OHG blicken. „Darauf sind wir stolz“, so die Schulleiterin in ihrer Begrüßung bei einem großen Festakt zum Auftakt der Feier. Doch das Abitur sei nicht das einzige Ziel: Stolz sei das OHG, sich als inklusive Schule und mit individuellen Lernmöglichkeiten und moderner Pädagogik einen Namen gemacht zu haben. Das OHG stehe zudem für kulturelles Engagement, eine aktive Schulelternschaft und einen gut funktionierenden Förderverein, der immer wieder für eine verbesserte Ausstattung sorge.

Raumnot und Neubau

„Doch wohin geht die Reise?“, griff die Schulleiterin die aktuelle Diskussion um Raumnot, den baulichen Zustand der Schule und das Projekt OHG 2030 auf: „Das Gebäude ächzt aus allen Fugen.“ Sanieren oder Neubau? Das bedeute: Geld ausgeben oder investieren. Um diese Frage gehe es beim Raumkonzept OHG 2030.

Um die Denkanstöße nachhaltig baulich umzusetzen, brauche es einen breit aufgestellten Prozess, der Zeit benötige, erklärte Bürgermeister Christian Springfeld in seinem Grußwort. Das OHG habe bei der Verwaltung eine „Exklusivbetreuung“ und einen heißen Draht. Auf dem roten Telefon auf seinem Schreibtisch stehe „Prietzel“, so Springfeld.

Das OHG sei eine Schule in Raumnot, bestätigte auch Ulrich Dempwolf, Präsident der Niedersächsischen Landesschulbehörde und von 1999 bis 2003 Leiter des OHG. Seit seiner Zeit als Schulleiter habe sich am Gebäude in der Tat nicht viel verändert, erklärte er. Sein Nachfolger Carl-Clemens Andresen, heute Leitender Regierungsschuldirektor, erinnerte daran, dass schon seinerzeit das Motto war: „Help yourself“. Das OHG sei ein „Juwel der Stadt “, betonte Hans-Ulrich Siegmund, ehemaliger Vorsitzender des Schulelternrats und ein OHGler der ersten Stunde. Und es müsse erhalten bleiben, sagte er auch mit Blick auf die Politik. Dabei sei das größte Pfund des Gymnasiums seine Schülerschaft.

Und die feierte den runden Geburtstag ihrer Schule ausgiebig. Neben den aktuellen Jahrgängen waren auch zahlreich Ehemalige gekommen, um sich in „ihrem“ OHG umzuschauen und ein attraktives Programm zu erleben. Neben diversen Showeinlagen gab es auch viele Mitmachaktionen. Vom römischen Memory über Torwandschießen bis zum Mitmach-Parcours war für jede Altersstufe etwas dabei.

Unterhaltung pur gab es in der Aula: Dort erntete unter anderem ein Konzert viel Applaus. Neben dem Chor der Klassen fünf und sechs sowie der Bläser-AG und dem Anstimmen der OHG-Hymne durch stimmkräftige Zehntklässler trat auch der Chor der Ehemaligen unter der Leitung der früheren Musiklehrerin Ingrid Klimke-Schmoll auf. Die Höhepunkte aus sechs Musicals der letzten 15 Jahre – mit Darstellern der damaligen Aufführungen – sorgten bei den Zuschauern für Begeisterungsstürme.

Ein großes Feuerwerk bedeutete für die meisten Besucher den krönenden Abschluss. Doch für viele ging es mit der Musik von DJ & More noch bis weit nach Mitternacht in die letzte Runde der Geburtstagsparty.

Von Anne Brinkmann-Thies