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Umland Springe Nachrichten Auf Wasser gestoßen
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18:54 12.09.2014
Da sprudelt es: Bei einer Brunnenbohrung haben die Experten eine Wasser führende Schicht gefunden. Quelle: HAZ
Eldagsen

Finanziert wird das Projekt der evangelischen Kirchengemeinde Eldagsen und ihrer Partnergemeinde durch Spenden und Fördermittel.

Nach einem erneuten zweiwöchigen Aufenthalt vor Ort haben die Organisatoren jetzt einen Zwischenbericht geliefert. Eine während des letzten Aufenthaltes durchgeführte Brunnenbohrung sei sehr erfolgreich gewesen – denn in 45 bis 90 Meter Tiefe habe man eine Wasser führende Schicht gefunden, aus der stündlich etwa drei Kubikmeter Trinkwasser gefördert werden können.

Zusammen mit einem vom tansanischen Staat gebohrten, aber nicht fertiggestellten, Brunnen, der in das Projekt integriert wird, und einer alten Quell-Leitung aus den Bergen könne vermutlich das Ziel erreicht werden, täglich 200.000 Liter Wasser (20 Liter pro Person) zur Verfügung zu stellen.

Nachdem auch das marode Wasserverteilnetz umfassend kartiert wurde, wird nun die Sanierung und Erweiterung des Netzes in Kibakwe geplant. Noch in diesem Jahr soll eine tansanische Firma einen Hochbehälter mit 35.000 Liter Fassungsvermögen sowie zwei Brunnenhäuser bauen, die Pumpen in die Brunnen einbauen und ans Stromnetz anschließen. Mit Unterstützung der Menschen aus Kibakwe soll eine 2300 Meter lange Leitung verlegt werden, mit der die beiden Brunnen an die beiden Hochbehälter und das vorhandene Verteilnetz angeschlossen werden können.

Alle Beteiligten – die Gemeinde Kibakwe, der District (Landkreis) Mpwapwa, die tansanische Kirchendiözese und die Kirchengemeinde Eldagsen – haben bei der jüngsten Reise der Projektgruppe einen Partnerschaftsvertrag unterschrieben, in dem alle Details des Projektes geregelt sind. Wichtigster Punkt: Es soll eine Wassergenossenschaft gegründet werden, die künftig die beiden Brunnen, die Quell-Leitung und das Verteilnetz betreibt und die laufenden Kosten aus einer geringen Wassergebühr finanziert.

Im Oktober reisen Thomas Runge und Hans Mönninghoff wieder nach Tansania, um die bis dahin durchgeführten und aus Spenden finanzierten Arbeiten abzunehmen und die Details des Verteilnetzes mit der tansanischen Projektgruppe zu klären. Das Ziel: Die Sanierung und die Erweiterung des Verteilnetzes sollen im nächsten Jahr in Angriff genommen werden.

Wenn alles wie geplant verläuft, kann das Brunnen-Projekt vermutlich Ende 2015 abgeschlossen werden.

br

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