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Familie Hamza sucht dringend eine Wohnung

Springe Familie Hamza sucht dringend eine Wohnung

Zu fünft leben sie aktuell auf 50 Quadratmetern: Auch wenn Familienvater Hashim Hamza dankbar ist, seine drei Kinder und seine Frau endlich bei sich zu haben – eine größere Wohnung muss her. Aber der soziale Wohnraum in Springe ist knapp.

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Familie Hamza sucht eine Wohnung in Springe, Bennigsen oder Völksen. Aktuell teilen sich die fünf 50 Quadratmeter.

Quelle: Foto: Mischer

Springe/Eldagsen. Ihr Bett ist eine Matratze, die auf dem Boden liegt – und die Matratze ist gleichzeitig das Sofa: Familie Hamza aus Syrien, drei Kinder und ihre Eltern, lebt seit November in einer 50 Quadratmeter großen Wohnung in Eldagsen. Dass das zu wenig ist, zeigt nicht nur ein Blick ins Wohnzimmer der fünf, das eben gleichzeitig ihr Schlafzimmer ist. Die Mitarbeiter des Fachdienstes Soziales suchen jetzt händeringend nach einer neuen Wohnung. Bislang vergeblich.

Sozialer Wohnraum ist knapp

„Der soziale Wohnraum ist derzeit knapp“, sagt Amelie Morr von der Stadt. Und für Hashim Hamza und seine Familie wird das jetzt zum Problem. Zuerst war der 37-jährige Vater Hashim Hamza aus einem Ort bei Al-Hasaka im Nordosten Syriens geflohen. Seine Familie musste er dort lassen. Über die Kriegserlebnisse in Syrien mag er nicht sprechen. In Eldagsen lebte er in einer Flüchtlingsunterkunft, in der bis heute Geflüchtete aus Syrien und dem Irak untergebracht sind.

„Ihm ging es hier wirklich nicht gut ohne seine Familie“, sagt Morr. Seinen zweijährigen Sohn hatte er schließlich noch niemals gesehen. Die Mutter war mit ihm und den beiden Töchtern in den Irak geflüchtet, wo sie in einem großen Flüchtlingslager lebten. „Ich habe mir Sorgen um meine Familie gemacht“, berichtet Hashim Hamza. In dem Lager ging es den Kindern nicht gut, die jüngste Tochter zog sich schwere Verbrennungen zu, der Sohn war krank. Und während der Trennung ging es auch dem Vater stets schlechter. „Er leidet unter Diabetes, hat sehr viel Gewicht verloren und erlitt hier einen Herzinfarkt“, sagt Morr. Mittlerweile geht es ihm aber wieder besser. Besonders, weil er nun seine Familie sicher bei sich in Eldagsen weiß.

Dass diese Familienzusammenführung möglich war, liegt daran, dass ihm die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt wurde – anders als den meisten Syrern, die nach Deutschland kommen. Die Mehrheit erhält nur subsidiären Schutz und für diese Gruppe wurde der Familiennachzug ausgesetzt. Ob und wann er auch für sie möglich wird, darüber streitet derzeit die Politik.

Spender bezahlen den Flug

Das Geld für den Flug für die Mutter, die beiden fünf- und siebenjährigen Töchter und seinen Sohn konnte der Vater nicht aufbringen. Laut Morr sprangen da private Spender ein – die Familie will die Summe nun zurückzahlen.

„Mir gefällt es sehr gut, dass meine Familie wieder da ist und wir endlich wieder zusammenleben können,“ sagt Hashim Hamza. Nur die Wohnung, die sei jetzt natürlich zu klein. Aber die Stadt kann der Familie keine neue anbieten, die Wohnungen sind knapp.

Mietwohnung gesucht

Gesucht wird eine Heimstatt, die, laut Gesetz maximal 598 Euro teuer sein darf – Kaltmiete mit Betriebskosten. Überdies darf die Wohnung maximal 95 Quadratmeter groß sein. Vater Hamza kennt sich mittlerweile gut in Bennigsen, Springe und Völksen aus. Letztlich ist es ihm aber egal, in welchem Ortsteil sie ist. „Hauptsache wir bekommen eine gute Wohnung.“ Dann müsste auch Yasmin ihre Hausaufgaben nicht mehr auf der Matratze machen.

In Springe gibt es weitere Flüchtlingsfamilien, deren Wohnsituation ähnlich prekär ist. Der Fachdienst Soziales freut sich über mögliche Wohnungsbesitzer, die sich bereit erklären, ihre Wohnung an Flüchtlingsfamilien zu vermieten.

Von Ralf T. Mischer

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