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Feuerwehr ist bereit fürs nächste Hochwasser

Springe Feuerwehr ist bereit fürs nächste Hochwasser

Noch liegen zwar keine genauen Zahlen für die Einsätze der Feuerwehr in Springe und den Ortsteilen vor. Klar ist aber auch so: Die Ehrenamtlichen hatten 2017 eine Menge zu tun: Brände, Unfälle und technische Hilfeleistungen forderten den Einsatzkräften wieder eine Menge ab.

An der Kantstraße brach Anfang des Jahres 2017 ein Feuer in einer Wohngruppe der Lebenshilfe aus.

Springe.  „2017 hatten wir wenige große Sachen – aber dafür eine Menge kleinerer Einsätze“, bilanziert Daniel Sundmacher, Pressesprecher der Springer Feuerwehr. Dazu zählen etwa solche wegen einer hilflosen Person hinter einer verschlossenen Tür. Weil die Retter die Hilfebedürftigen nicht erreichen , wird die Feuerwehr verständigt. Und die macht den Weg frei. Auch Tierrettungen riefen zuweilen die Feuerwehr auf den Plan. Sundmacher stellt in dem Zusammenhang klar: „Es sollte niemand wegen eines Vogels die Feuerwehr anrufen. In dem Fall ist ein Tierarzt der bessere Ansprechpartner.“ Er beobachtet, dass die Zahl der Einsätze, die nicht unbedingt welche sind, in jüngster Zeit zunimmt.

Brände gab es bereits im frühen Jahr 2017 in rascher Folge hintereinander. Zuerst brannte im Januar ein Keller am Ulmenweg. Eine Nachbarin hatte am frühen Morgen Qualm bemerkt und die Ehrenamtlichen verständigt. Vier Tage später brach in einer Wohngruppe der Lebenshilfe an der Kantstraße ein Feuer aus. Ein Bewohner befand sich noch in dem Gebäude. Dank des Rauchwarnmelders bemerkte er das Feuer, verließ rechtzeitig das Haus und alarmierte die Feuerwehr.

Gegen Ende des Jahres hatten es die Ehrenamtlichen mit einem brennenden Lastwagen in Eldagsen zu tun. In dem Zusammenhang spricht Sundmacher von Glück, dass ein Gefahrguttransport, der sonst in der Nähe des Brandortes abgestellt wird, ausnahmsweise an einer anderen Stelle parkte. Ansonsten hätte aus dem Lastwagenbrand womöglich eine schlimmere Katastrophe werden können.

Eine besondere Herausforderung stellte für die Kameraden das Hochwasser in Eldagsen im Sommer dar. Die Ehrenamtlichen gehen davon aus, dass sich solche Ereignisse künftig häufiger wiederholen werden. Sundmacher: „2016 gab es das Hochwasser in Bennigsen, diesmal in Springe. Es scheint, dass wir damit künftig regelmäßig zu tun haben werden.“ Deshalb sei bereits damit begonnen worden, die Ausbildung in dem Bereich zu intensivieren.

Bewährt hat sich nach den Worten von Sundmacher die sogenannte Einsatzleitung Ort, kurz Elo. „Das hat sich etabliert, ist sinnvoll und für uns eine echte Arbeitserleichterung.“ Eine Elo wurde auch eingerichtet, als Ende September eine vermisste Person im Deister gesucht wurde. An der Suche waren die Ortsfeuerwehren Springe, Völksen, Eldagsen und Alvesrode beteiligt. Die Einsatzzentrale war im Feuerwehrhaus in Völksen eingerichtet.

Der Vermisste wurde schließlich gefunden. Der 88-Jährige hatte sich während einer Wanderung im Deister verirrt und konnte den Rückweg nicht finden. Entdeckt wurde er per Handyortung.

Erstmals hat die Zahl der technischen Hilfeleistungen die Zahl der Feuereinsätze überholt. Das geht aus der Statistik der Ortsfeuerwehr Springe hervor. Als technische Hilfeleistung gilt etwa die Beseitigung einer Ölspur und das Fällen eines Baumes. In den Jahren 2015 bis 2016 war die Zahl der Brandeinsätze stets ein wenig höher als die der technischen Hilfeleistungen.  

Von Ralf T. Mischer

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