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00:16 01.01.2018
Das Gebäude der früheren Fleischerei Howind wird demnächst abgerissen. Dort entstehen zwei Mehrfamilienhäuser. Die beiden kleinen Bilder zeigen die Gebäude in der Innenstadt, die die Eigentümer verkaufen wollen. Quelle: Fotos
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Geplant ist das Großprojekt auf dem Gelände der alteingesessenen Fleischerei Howind, die im Mai 2016 vorerst ihre Türen schloss – nach 63 Jahren und mit ungewisser Zukunft. Genau die ist jetzt aber besiegelt: Melching will auf dem Grundstück, das ein ganzes Stück in die Wehrstraße hineinragt, zwei große Mehrfamilienhäuser errichten. Geplant sind demnach insgesamt 17 barrierearme Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen, die zwischen 53 und 87 Quadratmeter groß sind. Ausgestattet werden sollen die Häuser nicht nur mit einem Aufzug, sondern auch mit Balkonen und Terrassen, Garten, Keller und Carports.

„Der Bauantrag ist gestellt“, bestätigt Melching auf Anfrage. Er will schon zu Jahresbeginn die alten Gebäude auf dem Gelände abreißen lassen. „Wenn es nach mir geht, kann es dann im März losgehen.“

Die Nachfrage nach modernen, kleineren Wohnungen in der Kernstadt ist groß, bestätigt auch Immobilienmakler Marco Herrmann, der Melchings Projekt vermarktet. Viele ältere Springer seien auf der Suche nach einer Alternative zu ihren Einfamilienhäusern, die ihnen zu groß oder nicht mehr für ihr Alter geeignet erschienen, so Herrmann. Zuletzt waren etwa am Nordwall oder auf dem Bährehöfe-Gelände nahe des Bahnhofs entsprechend ausgestattete Mehrfamilienhäuser entstanden. Auch für den ehemaligen Bauernhof am Kalkwerk gibt es Überlegungen.

Aber auch anderswo in der Innenstadt tut sich etwas: Es geht zum einen um ein Haus, das unmittelbar an den Bereich grenzt, in dem in den kommenden Jahren das neue große Innenstadt-Einkaufszentrum von Melching und Peter Othmer entstehen soll. Das Geschäftsgebäude am Niederntor steht zum Verkauf – allerdings nicht wegen der Pläne in der Nachbarschaft, sagt der Sohn des Eigentümers dieser Zeitung. Vielmehr gehe es bei diesem und einem weiteren markanten Innenstadthaus um einen Generationenwechsel. Sein Vater könne sich aus Altersgründen nicht mehr um die Immobilien kümmern – er selbst und seine Geschwister hätten nicht die Zeit dazu. In dem Gebäude am Niederntor befinden sich eine Spielhalle und eine Zahnarztpraxis. Das Haus ist 32 Jahre alt, massiv gebaut und mit einer Zier-Fachwerkfassade verkleidet. Zum Gebäude selbst gehören auch die Parkplätze dahinter.

Zudem wollen die Eigentümer auch ein im gleichen Stil vor 33 Jahren auf dem Marktplatz errichtetes Gebäude veräußern: Dort befindet sich im Erdgeschoss seit einigen Jahren ein Bioladen – als Nachfolger des Drogeriemarkts Ihr Platz. Nach Auskunft der Besitzer sind die bestehenden Mietverträge von dem Verkauf nicht berührt: Praxen und Läden sollen auch nach einem Eigentümerwechsel bleiben. Die Immobilie soll knapp 300 000 Euro kosten. Das Grundstück nebenan steht seit Jahren als Baulücke leer: Dort war ein marodes Fachwerkhaus abgerissen worden. Seitdem klafft in Springes guter Stube ein unansehnliches Loch.

Von Christian Zett

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