Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Jugendamt an Region übergeben
Umland Springe Nachrichten Jugendamt an Region übergeben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:53 13.12.2013
Von Petra Zottl
Das neue Team freut sich auf den Start der Jugendhilfestation in Springe. Quelle: Petra Zottl
Springe

Regionspräsident Hauke Jagau sowie Alisa Bach, Leiterin des Fachbereichs Jugend in der Region, waren angereist, um die Jugendamtsrückgabe gemeinsam mit Bürgermeister Jörg-Roger Hische, dem Springer Fachdienstleiter Manfred Massalski und dessen Mitarbeitern perfekt zu machen. Dabei fielen nicht nur Jubelworte. „Es ist ein wehmütiger Anlass, weil er mit Unannehmlichkeiten für die Mitarbeiter verbunden ist“, sagte Hische. 200.000 Euro Einsparungen, die sich die Stadt von der Rückgabe erhofft, seien aber entscheidend gewesen.

Drei Noch-Stadtmitarbeiter nehmen ab Januar einen längeren Anfahrtsweg in Kauf - denn Arbeitsbereiche wie der Pflegekinderdienst und die Eingliederungshilfe werden in Hannover angesiedelt. Den Mitarbeitern zahle die Springer Verwaltung Fahrtkostenzuschüsse und räume ihnen ein Rückkehrrecht ein - „in den Schoß der Familie“, wie Hische sagte. Für andere, die nicht nach Hannover wollten, seien interne Lösungen gefunden worden. „Es gibt keine betriebsbedingten Kündigungen“, sagte Hische.

Ab Januar nimmt in Springe die Jugendhilfestation die Arbeit auf - und ist zusätzlich für Pattensen zuständig. Die Themen Kita, Tagespflege sowie Erziehungs- und Familienberatung werden von der Schulstraße aus gesteuert. Träger der Station ist auch die Region - aber diese schließt sogenannte Delegationsverträge mit der Stadt. Wer nicht mobil sei und Hilfe in den zentralisierten Themenbereichen benötige, könne aber oftmals auch einen Termin am Wohnort vereinbaren. „Wir sind auch Außendienstler“, betonte Bach.

Das neue Springer Team besteht aus sieben Mitarbeitern - einige davon gehörten schon zum alten Jugendamt, einige kommen von der Region hierher. Eine Kombination, der Jagau durchaus positive Seiten abgewinnen kann. „Natürlich bedaure ich die Entscheidung der Stadt. Aber die Mitarbeiter sind so vernetzt, dass ein guter Austausch möglich sein wird“, sagte er. Im Umkehrschluss könnte die Region mit einem 400 Mitarbeiter starken Stab ein großes Spezialwissen anbieten, das kleine Jugendämter so nicht anhäufen können. Springe ist die 16. von 21 Regionskommunen, die ihre Jugendamtsaufgaben an die Region Hannover zurückgibt.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein 31-jähriger Springer musste sich am Freitag wegen gefährlicher Körperverletzung und Androhung körperlicher Misshandlung vor dem Amtsgericht verantworten. Vor dem Hintergrund offenkundiger Familienstreitigkeiten stellte Richter Ingo Flasche das Verfahren gegen eine Geldauflage von 450 Euro ein.

13.12.2013

Der Kostenplan für die Integrierte Gesamtschule (IGS) im nächsten Jahr steht: Der Verwaltungsausschuss hat dafür gestimmt, zunächst 200.000 Euro zu investieren. Bürgermeister Jörg-Roger Hische betonte zudem, dass auch die Verwaltung hinter dem Projekt stehe.

Tobias Lehmann 13.12.2013

Die Andreaskirche bleibt kalt: Der Kirchenvorstand hat beschlossen, das im September eingeführte Sparmodell ins neue Jahr bis zum Ende der Heizperiode zu verlängern. Die Andreasgemeinde macht das Beste daraus und wirbt auf einer Postkarte, sie sei die „coolste Kirche Deutschlands“.

Andreas Zimmer 12.12.2013