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Nachrichten Polizei ist „irritiert“ über Pöbeleien
Umland Springe Nachrichten Polizei ist „irritiert“ über Pöbeleien
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19:48 25.02.2018
Die Sanitäter werden immer häufiger bei Unfalleinsätzen in ihrer Arbeit behindert. Quelle: Johanniter
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Springe

Die gute Nachricht nach dem schweren Unfall an der St.-Andreas-Straße: „Alle Beteiligten konnten das Krankenhaus wieder verlassen“, sagt der Springer Polizeichef Christian Krone. Dass ihn und seine Kollegen der Einsatz aus der Nacht zum Sonnabend trotzdem weiter beschäftigt, liegt an einem Zwischenfall am Rande des Geschehens: Bekannte und Verwandte der Unfallbeteiligten hätten „massiv Rettungskräfte angepöbelt“, sagt Krone. Gegen drei Jugendliche laufen Ermittlungen wegen Nötigung.

Bei den jungen Männern handele es sich um „Zeugen aus dem Umfeld der Unfallbeteiligten“, wie Krone es beschreibt. Neben den Jugendlichen selbst habe auch die Mutter eines der Beteiligten die Einsatzkräfte angepöbelt. Unter anderem sei versucht worden, zu dem Schwerverletzten in den Rettungswagen, aber auch zum Unfallauto selbst zu gelangen.

Bundesweit häufen sich Klagen über ungebührliches Verhalten am Unfallort

Dass sich bundesweit die Klagen über ungebührliches Verhalten Einzelner an Unfall- und Einsatzstellen häufen, ist auch Krone bewusst.

Erst im November hatte etwa ein Fall für Schlagzeilen gesorgt, bei dem Rettungssanitäter in Berlin beschimpft und behindert wurden, die gerade ein einjähriges Kind wiederbelebten: Sie hatten mit ihrem Einsatzfahrzeug das geparkte Auto des Pöblers blockiert. „Das Phänomen Gaffer ist uns auch hier bekannt“, sagt Krone. „Aber das Verhalten an der St.-Andreas-Straße hatte eine andere Qualität. Für Springe war das schon auffällig.“ Man habe in der Unfallnacht eigens Verstärkung rufen müssen, um mit zusätzlichen Polizeikräften die Heranwachsenden in Schach halten zu können. Er und seine Kollegen im Kommissariat seien nach wie vor „zornig und irritiert“ über die Geschehnisse.

Auch die Feuerwehr, die in der Nacht vor Ort war, berichtet in ihrem Einsatzprotokoll vom Verhalten der Jugendlichen: „Was für uns im negativen Sinne neu war, war die verbale bis fast körperliche Gewalt, die sich durch Verwandte eines Unfallbeteiligten gegen weitere Unfallbeteiligte und uns Rettungskräfte an der Einsatzstelle richtete“, heißt es auf der Internetseite der Feuerwehr.

Von Christian Zett

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