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Nachrichten Feuerwehr, AOK und Polizei machen Schüler fit für den Straßenverkehr
Umland Springe Nachrichten Feuerwehr, AOK und Polizei machen Schüler fit für den Straßenverkehr
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19:11 09.11.2018
Die Schüler dürfen den Spreizer der Feuerwehr selbst einmal ausprobieren. Dafür muss ein Schüler die Handpumpe bedienen Quelle: Sina Tatje
Springe

Ein junges Mädchen sitzt im Auto, den Blick immer wieder nach unten gerichtet, um eine Nachricht zu beantworten. Im nächsten Moment knallt es, und der Bildschirm wird schwarz. Mit diesem Video richtet Iris Stolzenburg vom AOK-Schulservice ihren Appell „Handy weg am Steuer“ an die Schüler.

Gefährliche Handynutzung

Aber nicht nur die Handynutzung am Steuer kann im Straßenverkehr gefährlich werden. Auch unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen ist Fahren verboten – und führt, wenn man sich nicht an das Verbot hält, zu zahlreichen Unfällen. Um die Schüler für die Gefahren zu sensibilisieren, öffnet die Freiwillige Feuerwehr in Springe jedes Jahr ihre Türen. Zusammen mit der Polizei und der AOK bereitet sie die Zehntklässler des Otto-Hahn-Gymnasiums und der Berufsbildenden Schulen auf die Gefahren im Straßenverkehr vor.

Rauschbrille simuliert Sicht nach Alkoholkonsum

Eine Gefahr: Alkohol hinterm Steuer. Was aber passiert mit dem Autofahrer, wenn er zu viel getrunken hat? Das wollte die Polizei den Schülern verdeutlichen. Sie sollten einen Haustürschlüssel und Kleingeld aufheben – eigentlich kein Problem. Allerdings nur im nüchternen Zustand. Doch was passiert, wenn Alkohol im Spiel ist? Man verliert die Kontrolle über den eigenen Körper. Mit der Rauschbrille auf der Nase brauchten die Schüler fast dreimal so lang, bis alles wieder aufgehoben und die aufgestellte Haustür aufgeschlossen ist, als im nüchternen Zustand. Aber auch über Vorträge der Polizei sollten die Jugendlichen über das Thema Alkohol und Drogen aufgeklärt werden.

Ziel sei es, die Schüler so früh wie möglich zu erreichen, schließlich entscheiden sich immer mehr Jugendliche dazu, ihren Führerschein schon mit 17 Jahren zu machen.

Reaktionsfähigkeit getestet

Weg von den Theorievorträgen ging es bei der AOK wieder an die Praxis. Wie schnell kann ein Autofahrer reagieren, wenn plötzlich ein Tier auf der Straße steht, und wie lange dauert es tatsächlich, bis das Auto steht? Mit einem PC und Gas- und Bremspedalen simulierte die AOK einen Wildunfall. Hier konnten die Schüler ihre Reaktionsfähigkeit testen.

Wichtig ist, wie man einen Notruf richtig absetzt

Wenn es doch mal zum Unfall kommen sollte, erklärte Torsten Baxmann von der Feuerwehr, wie eine verletzte Person aus dem Unfallfahrzeug befreit werden kann und welche Werkzeuge dafür benötigt werden.

„Besonders wichtig ist es, den Jugendlichen zu erklären, wie sie im Ernstfall einen Notruf absetzen müssen.“ Denn erst dann kann die Rettungsarbeit beginnen.

Von Sina Tatje