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Umland Springe Nachrichten Springfeld verteidigt Architektenwettbewerb
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00:45 26.03.2018
Will „alles dafür tun“, das Projekt-Einkaufszentrum zu realisieren: Bürgermeister Christian Springfeld.
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Das Vorhaben sei „eine historische Chance“, der er eine „belebende Wirkung auf die Innenstadt“ zurechne, schreibt der Bürgermeister. Er könne sich jedoch nicht zum Wohle des Projekts über geltendes Recht hinwegsetzen. Die Bürger hatten in ihrem offenen Brief an Stadt und alle Ratsmitglieder angemahnt, nicht zu riskieren, dass die Investoren oder Großmieter wie Rossmann und Rewe absprängen. Die Verwaltung müsse ein „einwandfreies Bauleitplanverfahren“ aufstellen, um den Neubau samt Umfeld genehmigungsfähig zu machen, so Springfeld. Dazu gehöre auch, die Belange von Anliegern und Öffentlichkeit zu berücksichtigen.

Man werde alles dafür tun, durch eine „sensible Planung im Innenstadtbereich (...) entsprechend der politischen Beschlüsse belastbares Baurecht zu schaffen“, so Springfeld.

Er verteidigt auch die Pläne von Baufachbereichsleiter Jörg Klostermann, über einen sogenannten Architektenwettbewerb die beste Lösung für die Gestaltung von Gebäuden, Parkplatz und Umfeld zu erreichen. Dabei werden Architekten aufgefordert, Lösungen einzureichen, die dann von einer Jury bewertet werden. Für die besten Beiträge werden Preisgelder ausgelobt – in der Regel dient dann der Sieger als Grundlage für den Bau. Dass ein solcher Wettbewerb zu weiteren Verzögerungen führe, sei nicht richtig, schreibt Springfeld: Vielmehr könne dieser das Verfahren beschleunigen, weil er viele der ohnehin zu bearbeitenden planerischen Probleme aufgreife, die dann in die parallele Aufstellung des Bebauungsplans einfließen können.

In jedem Fall bekomme man so ein „breiter aufgestelltes und damit baurechtlich auch fundierteres und belastbareres Ergebnis“, als wenn nur ein Planer arbeite. Die bisherigen Skizzen hätten „die Notwendigkeit eines gestalterischen Wettbewerbs deutlich bestätigt“, sagt Springfeld – soll heißen: Die Entwürfe stoßen bei der Stadt auf wenig Begeisterung. Da sich aber auch die Investoren selbst „für eine gestalterisch besonders wertvolle Planung einsetzen“ wollten, „sehe ich hier auch gar keinen Widerspruch“.

Von Christian Zett

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