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Nachrichten Verkehrsunfall im Februar: Bluttest bestätigt Trunkenheit
Umland Springe Nachrichten Verkehrsunfall im Februar: Bluttest bestätigt Trunkenheit
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00:32 29.03.2018
Wie kam es zu dem Unfall mit vier Verletzten und hohem Sachschaden? Die Polizei ermittelt noch. Ehrenamtliche des THW hatten im Februar danach ein beschädigtes Gebäude abstützen müssen. Quelle: FOTOS
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Springe

Bislang lag nur ein Atemalkoholtest vor, der vor Gericht nicht als sicherer Beweis für Trunkenheit gilt – im Gegensatz zum Blut-Test. Die Ermittlungen zum Unfall sind jedoch noch nicht abgeschlossen – die Vernehmung von Zeugen dauert laut eines Polizeisprechers noch an: „Es werden noch Personen befragt.“

Bei dem Unfall am 17. Februar hatte der Fahrer auf der Straße in alkoholisiertem Zustand die Kontrolle über seinen Wagen verloren: Er war mehrfach am linken Bordstein entlanggeschrappt, beschädigte eine Hausfassade und prallte mit seinem Fahrzeug schließlich frontal in einen Hauspfeiler und das Scheunentor eines Mehrfamilienhauses.

Bereits kurz nach dem Unfall hatte das Polizeikommissariat Springe Irritationen darüber geäußert, dass bei der Unfallsicherung Einsatzkräfte massiv von Bekannten und Verwandten der Unfallbeteiligten behindert worden waren. Unter anderem sei gepöbelt und versucht worden, zu dem Schwerverletzten in den Rettungswagen, aber auch zum Unfallauto selbst zu gelangen. Gegen drei Jugendliche laufen deshalb bereits Ermittlungen wegen Nötigung. Zum Stand dieser Verfahren machte die Polizei auch Nachfrage keine Angaben.

Noch nicht alle Zeugen gehört

Der 18-jährige Fahrer aus Springe war damals mit drei Insassen mit seinem BMW 3er Coupé nachts auf der St.-Andreas-Straße in Richtung Echternstraße unterwegs gewesen. Er zog sich laut Polizei durch den Zusammenprall mit der Hauswand schwere Verletzungen zu und kam ins Klinikum nach Gehrden. Die drei anderen Insassen im Alter von 18, 19 und 20 Jahren wurden leicht verletzt und kamen in Kliniken nach Hameln und Hannover.

Erst wenn alle Zeugen vernommen sind, kann der Fall an die Staatsanwaltschaft nach Hannover weitergeleitet werden.

Von Juliet Ackermann

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