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Springe SPD Niedersachsen tagt in der Heimvolkshochschule
Umland Springe SPD Niedersachsen tagt in der Heimvolkshochschule
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19:38 08.01.2019
HVHS-Leiter Tobias Gombert plant bereits die nächsten Veranstaltungen im Bildungszentrum. Quelle: Saskia Helmbrecht
Springe

Springe ist für einige Tage Schauplatz der großen Landespolitik. Bis Freitag tagt die SPD Niedersachsen in der Heimvolkshochschule (HVHS). „Das ist schon etwas Besonderes", sagt HVHS-Leiter Tobias Gombert.

Bereits zum zweiten Mal treffen sich die Sozialdemokraten dazu in der Deisterstadt. „Wir sind sehr entspannt“, betont Gombert und verrät: Ministerpräsident Stephan Weil sei sehr umgänglich und hat sogar schon einmal in Springe übernachtet. „Und wir hätten immer ein Zimmer, falls er eins möchte“, sagt Gombert mit einem Lachen. Details darf er aber nicht verraten – vor Ort wird Weil nämlich vom Personenschutz begleitet.

LKA ist beteiligt

Das LKA ist daran beteiligt. Viele Gesichter seien Gombert vertraut – einige Politiker hätten in Springe schon einmal ein Seminar in dem Bildungs- und Tagungszentrum besucht. „Zum Beispiel haben wir hier thematisch auch einen Schwerpunkt auf politische Kommunikation gesetzt, sodass einige bereits einen persönlichen Bezug zur Heimvolkshochschule haben, weil sie schon einmal hier waren.“ Gleichzeitig will Gombert die Gelegenheit nutzen, um sich bei der SPD-Fraktion im Landtag zu bedanken. Genau die hat nämlich dafür gesorgt, dass sich die Mittel für die Erwachsenenbildung um 3 Prozent erhöhen sollen. „Diese Aufstockung hat uns sehr gefreut, und jetzt können wir mal persönlich Danke sagen.“

Verantwortung für die Erwachsenenbildung

Die SPD, vermutet Gombert, sehe sich in der Verantwortung, etwas für die Erwachsenenbildung zu tun. Und da seien sie in der HVHS natürlich genau richtig. „An diesen drei Tagen sind wir aber nur Seminarhotel, die Jahresauftaktklausur ist eine Gastveranstaltung bei uns im Haus“, betont Gombert. Kerngeschäft der Einrichtung seien normalerweise die eigenen Seminare. „Das ist manchmal schwer zu vermitteln.“ Davon abgesehen stelle das Team gerne seine Räume zur Verfügung. Die mehr als 40 Mitarbeiter werden an den drei Tagen auch im Einsatz sein. Neben der SPD tagt noch eine weitere Gruppe in den Räumen.

Sein Eindruck: Die Gruppen generell schätzten die Ruhe in Springe, um konzentriert zu arbeiten. „Sonst hetzen die Minister und Abgeordneten von Termin zu Termin, hier können sie sich am Stück, in einem geschützten Rahmen ohne Medienrummel, beraten. Viele arbeiten sogar noch nach der Sitzung, in Springe ist man fernab, aber doch mittendrin.“ Viele der namhaften Gäste kennen Springe bereits. „Das ist nicht zu unterschätzen, weil wir hier ein Bildungsort sind.“ Man arbeite etwa mit dem BZE, der Kältefachschule oder dem Lutherheim zusammen. Eine Konkurrenz gebe es untereinander nicht.

89 Anmeldungen liegen für die Klausur vor

89 Anmeldungen liegen der HVHS für die Klausur bereits vor. Rund 50 Teilnehmer werden pro Tag in Springe übernachten. Viel von der Stadt sehen werden sie aber wohl nicht. „Die Klausur ist für die Politiker sehr, sehr arbeitsintensiv.“ Am Abend treffen sich die einen oder anderen mal in der hauseigenen Kneipe, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Auch für die Journalisten habe die SPD einige Zimmer reserviert. Der geschützte Raum für die Tagung werde von den Mitarbeitern respektiert. Gespräche mit Ministerpräsident Weil auf dem Flur gebe es nicht. „Wir sind hier sehr professionell, alles andere wäre auch nicht in Ordnung.“ Auch Sonderwünsche für das Essen hätte niemand. „Das ist alles völlig entspannt und unproblematisch, es ist dasselbe Büfett wie für alle anderen auch.“

Ein bisschen aufgeregt ist Gombert aber schon, die Politiker in Springe zu begrüßen. „Aber es ist mehr Vorfreude dabei, weil man viele schon kennt.“

Von Saskia Helmbrecht