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Springe Schützenverein Hubertus stellt Weichen für Auflösung
Umland Springe Schützenverein Hubertus stellt Weichen für Auflösung
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02:16 19.04.2018
Geschäftsführerin Anne Lohe im Gespräch mit dem Vorsitzenden Lothar Feddersen. Quelle: Foto: Bähre
Bennigsen

 Das Rentenalter von 67 Jahren erreicht der 1951 gegründete Schützenverein Hubertus in diesem Jahr. Aber während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden jetzt die Weichen für die Auflösung des Traditionsvereins gestellt.

Rechtsanwalt soll Verwertung des Vereinsvermögens regeln

Vorsitzender Lothar Feddersen berichtete von seinem Termin mit dem Rechtsanwalt. Der empfiehlt eine Satzungsänderung, die die Weichen für den Auflösungsbeschluss und die Verwertung des verbleibenden Vereinsvermögens stellen soll. Feddersen erläuterte die vom Vorstand erarbeiteten Satzungsregelungen: Weil der Schießbetrieb durch die Schließung der Gaststätte Schwägermann in Kürze ruht, gibt es keine größeren finanziellen Ausgaben mehr. Konsequent soll deshalb ab der zweiten Jahreshälfte auf weitere Beitragszahlungen verzichtet werden. Die Versammlung beschloss diese Herabsetzung des Beitrages.

Vereinsvermögen fällt an die Stadt

Eine längere Diskussion gab es jedoch um die Verwertung des Vereinsvermögens nach der Auflösung. Laut aktueller Satzung wäre es an die Stadt Springe gefallen, die es für gemeinnützige Zwecke in Bennigsen und Lüdersen hätte verwenden sollen. Den rund 30 Anwesenden war es jedoch wichtig, diese Passage konkreter zu benennen. Zu je einem Viertel sollen die Bäder-GmbH-Bennigsen, die beiden DRK-Kindergärten in Bennigsen und Lüdersen und der Spielkreis Bennigsen am Ende bedacht werden. Die Vereinsfahne und die Königsketten sollen an das Museum auf dem Burghof gehen. Feddersen gab außerdem bekannt, zu welchem Preis Mitglieder die vereinseigenen Luftgewehre erwerben können. Eine Inventarliste ist hierzu bereits aufgestellt worden.

Anderer Vereinszweck ist nicht erwünscht

Der Zeitplan steht: Zunächst wird jetzt die Satzungsänderung im Vereinsregister eingetragen und das Vereinsvermögen Zug um Zug verkauft. Zumindest fanden sich während der Versammlung keine Stimmen mehr, die den Verein vom Hauptzweck „Förderung des Schießens“ auf eine stärker der Geselligkeit zugeordnete Basis stellen und weiter betreiben wollen. Schon im Januar hatte der Vorstand erklärt, dass er für eine derartige Änderung auch nicht zur Verfügung stehe. An dieser Linie hält Vorsitzender Feddersen fest, und so dürfte der Schützenverein Hubertus bald nicht nur in Rente gehen, sondern der Auflösungsbeschluss wird in einer weiteren Sitzung um den Jahreswechsel wohl auch eine reine Formsache sein.

Von Heinz Bähre