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Springe Kinder lernen die Arbeit der Feuerwehr kennen
Umland Springe Kinder lernen die Arbeit der Feuerwehr kennen
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19:39 29.07.2018
Beim Atemschutz-Parcours ist auch Geschicklichkeit gefragt – und ein wenig Ausdauer. Quelle: Foto: Krause
Springe

Retten, löschen, bergen, schützen – ein Slogan, unter dem in kleineren und mittleren Ortschaften tagtäglich Hunderte von ehrenamtlichen Feuerwehrmännern und -frauen ihren freiwilligen Dienst zur Gefahrenabwehr versehen. Um dies auch den kleineren Mitbürgern zu vermitteln, bieten sie einmal im Jahr einen Aktionstag im Rahmen der Ferienpassaktion.

Konnte sich die Ortsfeuerwehr Springe in den letzten Jahren vor zahlreichen Teilnehmern kaum retten, so sah es am vergangenen Sonnabendvormittag in dieser Hinsicht recht mau aus. Nicht nur, dass sich nach der langen Hitzeperiode der Himmel eintrübte, auch das Ergebnis der Teilnehmerzahlen war mehr als trübe. „30 Teilnehmer hatten wir im vergangenen Jahr hier auf dem Gelände, in diesem Jahr haben sich nur 17 Kinder angemeldet, davon sind dann nur noch elf erschienen“, resümierte ein etwas nachdenklicher stellvertretender Ortsbrandmeister Dirk Berneisen. Doch das Programm stand, und so konnten sich die Ehrenamtlichen eben besonders intensiv um die teilnehmenden Kinder kümmern.

Vier Stationen, allesamt aus dem Alltagsleben der Feuerwehren, hatten die Feuerwehrleute aufgebaut. Ein hydraulisch betriebener Spreizer hing gesichert am Korb der Drehleiter, und die Kinder konnten damit ihr Geschick und Feingefühl beim Umsetzen von Blechdosen und Tischtennisbällen beweisen. Schweißtreibender dagegen war der Atemschutz-Hindernisparcours: Mit Helm und Schutzanzug sowie nachgebildeter Atemschutzgarnitur auf dem Rücken galt es, eine vorgegebene Strecke zu bewältigen. Und Hindernisse gab es auf der Strecke viele: hier ein schlauchbehangener Tisch, dort ein Lkw-Reifen oder eine Bank. In voller Montur bewältigten die kleinen Minibrandschützer die Übung. Etwas einfacher hatten es die jungen Teilnehmer, die unter Anleitung der Feuerwehraktiven in der Halle gegenüber einen Palettentransport mittels Seilzug und Stahlrollen durchführten.

Doch wer arbeitet, muss auch essen und trinken. Und so hatten die heimischen Brandschützer für einen Imbiss mit Bockwurst und viel Rohkost gesorgt.

Die wichtigste Übung stand noch bevor: ein Löschangriff. Da lernten die Kleinen sehr schnell, dass auch eine gewisse Koordination dazugehört, denn nicht alle können an vorderster Front, nämlich am Strahlrohr, sein.

Auch an den unterschiedlichen Strahlarten – ob Vollstrahl beim Löschangriff oder der Sprühnebel zum Selbstschutz – zeigten die Ferienpassteilnehmer reges Interesse. Das benötigte Wasser lieferte ein modern ausgestattetes Löschfahrzeug. Dann folgte die Krönung des Tages bei der Feuerwehr: Alle Teilnehmer durften mit zwei Einsatzfahrzeugen eine Stadtrunde drehen. Kaum erstaunlich war es da, dass alle am liebsten mit dem Oldie unter den Fahrzeugen, einem LF  16, fahren wollten.

Von Reinhold Krause