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Springe Notfallambulanz: Region kann Nachnutzung klären
Umland Springe Notfallambulanz: Region kann Nachnutzung klären
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18:04 30.09.2018
Die Zukunft des Krankenhaus-Geländes in Springe kann jetzt geklärt werden. Quelle: Archiv
Springe

Offenbar hatte man hinter den Kulissen doch noch Chancen für eine medizinische Nachfolgelösung am Standort gesehen. Dabei ist schon seit Juni bekannt, dass die Region keinen Verlängerungsantrag für die Notfallaufnahme stellt – mangels jeglicher Erfolgsaussichten. „Bei der KRH gab es trotzdem noch Erwartungen, dass sich bundespolitisch etwas tut, was neue Möglichkeiten für das Springer Modell eröffnet“, erklärt ein Insider auf Nachfrage.

Wie geht es weiter?

Der Aufsichtsrat des Regionsklinikums tagte am vergangenen Freitag. Die Mitglieder hätten sich in der Sitzung eingehend über die Situation am Deister informiert und am Ende das Aus des Pilotprojekts zur Kenntnis genommen. Das heiße auch: Jetzt könne endlich ein „geordnetes Verfahren zur Zukunft des Gebäudes und des Grundstücks“ angeschoben werden. Eine Möglichkeit ist nun ein Bieterverfahren: Der Komplex an der Eldagsener Straße würde dann an den Interessenten gehen, der den höchsten Preis für das Gelände bietet.

KRH-Sprecher Steffen Ellerhoff möchte Details zur Nachnutzung aber noch nicht kommentieren. Richtig sei, dass „das KRH jetzt ein strukturiertes Verfahren startet, in dem die Möglichkeiten einer Nachnutzung der Immobilie geprüft, erörtert und einer Entscheidung zugeführt werden“.

Das Springer Krankenhaus musste im September 2015 schließen. Zurück blieb die Notfallaufnahme – als Trostpflaster, aber auch als mögliches Zukunftsmodell: Es sollte getestet werden, ob mit dieser Art einer Ambulanz die medizinische Versorgung im ländlichen Raum nachhaltig verbessert werden kann. Der erste Probelauf, der über zwei Jahre lief, wurde um zwölf Monate verlängert. „Hintergrund der Sonderregelung war die Annahme, dass die Dynamik in den gesetzlichen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen Möglichkeiten für einen Weiterbetrieb oder für sektorübergreifende Weiterentwicklungen eröffnen würde“, erklärt Ellerhoff. „Diese Erwartung hat sich nicht erfüllt.“

Von Marita Scheffler

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