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Springe Stadt stattet alle Schulen mit WLAN aus
Umland Springe Stadt stattet alle Schulen mit WLAN aus
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19:16 28.02.2019
Die Stadt Springe will bis Ende des Jahres alle Schulen mit WLAN ausgestattet haben. Quelle: dpa
Springe

5 Milliarden Euro gibt der Bund den Ländern, um die Schulen für das digitale Zeitalter auszurüsten – und 30.000 Euro davon soll jede Schule in Niedersachsen bekommen. Dass das Geld in Springe gut investiert ist, steht für Schulamts-chefin Gabriele Tegtmeyer außer Frage: „Noch ist der Digitalpakt aber nicht in trockenen Tüchern“, sagt sie. Erst am 15. März trifft der Bundesrat eine endgültige Entscheidung.

„Wir werden unseren Weg, den wir gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Medienentwicklung eingeschlagen haben, weitergehen“, kündigt Tegtmeyer an. Fast jede Schule im Stadtgebiet verfügt mittlerweile über einen drahtlosen Internetanschluss per WLAN. In der Grundschule in Völksen arbeiten Techniker bereits daran, und die Grundschule in Gestorf soll noch in diesem Jahr kabellos surfen können. Für die Grundschule Hinter der Burg schließlich sei die Hardware bereits vorhanden, sagt Tegtmeyer. Bis Ende dieses Jahres sollen alle drei Schulen kabellos im Netz surfen können.

Um all die Datenmengen transportieren zu können, brauche es aber dauerhaft eine verlässliche Anschlussleitung ins Gebäude. Sei die nicht vorhanden, seien Tablets und andere Geräte letztlich sinnlos. Die Region Hannover arbeite in dieser Hinsicht bereits an einer Lösung. „Das gilt für alle Kommunen der Region Hannover. Ende 2020 soll es soweit sein“, sagt Tegtmeyer. Dann sollen auch die drei verbliebenen Schulen auch über den Schulserver IServ verfügen. Ziel ist es, dort eine gemeinsame Plattform für Schüler und Lehrer in Springe einzurichten.

Die Stadt selbst hat 100.000 Euro für die Digitalisierung der Schulen in den Haushalt eingestellt, erstmals wurde dafür Geld im vergangenen Jahr vorgesehen. Was davon gekauft werden soll, haben alle Schulen in einem Medienentwicklungsplan festgehalten. Bevor aber Geräte angeschafft werden, halte die Stadt mit den Schulleitern Rücksprache, betont Tegtmeyer. Die 100.000 Euro sollten unter den Einrichtungen fair und ungefähr gleich aufgeteilt werden.

Die meisten Schulen, führt Tegtmeyer aus, wünschzen sich in ihren Unterrichtsräumen ein interaktives Whiteboard als Nachfolger für die Kreidetafel und eine Dokumentenkamera, die quasi den Overhead-projektor ablöst. Für diese und ähnliche Geräte sei der Digitalpakt gerade richtig. „Wenn alles zügig geht, könnte das Geld noch in diesem Jahr fließen“, hofft Tegtmeyer. Wenn der Bundesrat eine Entscheidung getroffen hat, müssten die Länder konkrete Förderrichtlinien formulieren. Erst dann könne die Stadt einen Antrag stellen. Voraussetzung soll offenbar ein Medienentwicklungsplan sein – und der liege bereits in allen Schulen vor.

Von Saskia Helmbrecht