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Springe Baustelle Fünfhausenstraße: Stadt wehrt sich gegen Kritik
Umland Springe Springe Baustelle Fünfhausenstraße: Stadt wehrt sich gegen Kritik
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02:17 31.03.2018
Hier wird gerade gebaggert: Von der Straße ist auf diesem Abschnitt der Fünfhausenstraße nichts mehr zu sehen.   Quelle: foto: mischer
Springe

Die Stadt wehrt sich gegen die Vorwürfe von Einzelhändlern an der Fünfhausenstraße. Die hatten sich beschwert, wegen ihrer Beschwerden über die Fernwärme-Bauarbeiten von den Behörden abgewimmelt worden zu sein. Ganz im Gegenteil, sagt die Stadt: „Wir stehen im steten Kontakt mit den Anwohnern“, sagt Bürgermeister Christian Springfeld.

Die Verwaltung habe den Unternehmern sogar angeboten, sie beim so genannten Baustellenmarketing zu unterstützen, sagt Springfeld: Bereits vor drei Wochen wurde den Händlern angeboten, gemeinsam Schilder zu drucken, um die Kunden auch weiterhin in die Filialen zu locken. Dieses Angebot hätten die Geschäftsleute aber nicht angenommen. „Jetzt nehmen wir das Heft selbst in die Hand und drucken die Schilder.“ In das Baustellenmarketing miteinbezogen sei auch der Wirtschaftsförderer Daniel Behrens. „Wir können die Unternehmer aber auch nicht zum Baustellenmarketing zwingen.“

Springfeld sucht Gespräch mit den Anwohnern

Springfeld war in den vergangenen Tagen selbst vor Ort und hat mit den Anwohnern das Gespräch gesucht. „Wir versuchen alles, die Baustelle so wenig unangenehm wie möglich zu machen.“ Der Vorwurf, die Verwaltung schotte sich ab, sei schlicht falsch. „Wir bemühen uns um den persönlichen Kontakt und sind bemüht, Ruhe reinzubringen. Jeder kann gerne bei uns anrufen.“ Die Beschwerden würden dann umgehend an die zuständige Baufirma oder auch an die Stadtwerke weitergeleitet werden, betont Springfeld. Er habe die Firma immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass die Baustelle mitten in der Innenstadt liege – und die Mitarbeiter daher vermehrt Rücksicht auf Händler und Anwohner nehmen müssten. „Es gibt also einen regen Austausch zwischen allen Beteiligten, keiner wird hier abgewiesen. Über den kurzen Dienstweg können Lösungen gefunden werden.“ Die Händler müssten aber auch etwas Eigeninitiative zeigen und Angebote der Verwaltung annehmen, die das Baustellenmarketing „konstruktiv begleitet und unterstützt“. So könnten nicht nur Schilder aufgehängt, sondern auch Flyer gedruckt werden.

Stadtverwaltung bat Baufirma darum, Anlieger zu informieren

Es stehe außer Frage, dass die Baustelle eine große Belastung für Anwohner und Händler sei. „Aber wir können die Baustelle auch nicht wegzaubern.“ Fachlich sei die Maßnahme „perfekt durchgeplant“. Zudem hatten sich die Anwohner beschwert, nicht ausreichend über die Baustelle informiert worden zu sein. Die Stadtverwaltung, so Springfeld, habe auf die Baufirma eingewirkt, die Anwohner per Wurfsendung über die Bauarbeiten auf dem Laufenden zu halten und Telefonnummern zu hinterlassen, bei der sich Anwohner melden könnten. Die Anlieger sagen hingegen, sie hätten diese Infos nicht bekommen. Noch bis Ende August laufen die Arbeiten an der Fünfhausenstraße. 

Von Saskia Helmbrecht