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Springe Onlinekarte zeigt: Unterrichtsversorgung an IGS hat sich verschlechtert
Umland Springe Onlinekarte zeigt: Unterrichtsversorgung an IGS hat sich verschlechtert
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19:00 26.09.2018
„Über den Einsatz der Lehrer entscheidet das Land, darüber werden wir nicht informiert“, sagt Fachbereichsleiterin Hanna Kahle. Quelle: Foto: Marita Scheffler
Springe

1276 Schulen in Niedersachsen haben keine hundertprozentige Unterrichtsversorgung, darunter auch die Integrierte Gesamtschule in Springe und das Otto-Hahn-Gymnasium. Das geht aus einer Onlinekarte hervor, die die FDP-Fraktion in Hannover zur aktuellen Unterrichtsversorgung veröffentlicht hat. Demnach liegt die Unterrichtsversorgung in der IGS in Springe lediglich bei 92,4 Prozent, im OHG liegt die Zahl bei 97,7 Prozent. Zum Vergleich: 2016 waren es noch 103,1 Prozent.

Grundschulen über 100 Prozent

Besser fällt die Unterrichtsversorgung dafür in den heimischen Grundschulen aus: Mit 102 Prozent steht die Grundschule Hinter der Burg gut da, dicht gefolgt von der Hallermund-Grundschule Eldagsen mit 101,3 Prozent. 100,9 Prozent des Unterrichts können in der Völksener Christian-Flemes-Grundschule sichergestellt werden. Auffällig: Die Grundschule am Ebersberg kommt nur auf 97,3 Prozent.

Mächtig aufgeholt hat die Bennigser Grundschule: Lag der Wert 2016 noch bei 88, konnte die Versorgung auf 105,6 Prozent gesteigert werden. Die Grundschule Gestorf hat die 100-Prozent-Marke nicht knacken können und kommt auf 99,3 Prozent.

Weit über 100 Prozent liegt der Wert in der Janusz-Korczak-Schule mit 123,6 Prozent. Vor zwei Jahren sah das noch ganz anders aus. 2016 lag die Versorgung bei lediglich 95,5 Prozent. In der Peter-Härtling-Schule in Bennigsen hat sich die Lage allerdings nicht annähernd verbessert: Die Zahl liegt bei nur 75,6 Prozent.

„Über den Einsatz der Lehrer entscheidet das Land, darüber werden wir nicht informiert“, sagt Fachbereichsleiterin Hanna Kahle. Die Stadt stelle lediglich die Sekretäre und Hausmeister ein. „Uns ist aber nicht bekannt, dass es in Sachen Unterrichtsversorgung Brennpunkte gibt“, so Kahle. Es gebe nur vereinzelt Hinweise an die Verwaltung, wenn Unterricht vermehrt ausfällt, etwa weil Lehrer längere Zeit krank seien, so Kahle.

Rechnet man die zehn Einrichtungen zusammen – ausgenommen die Berufsbildende Schule –, kommt man in Springe auf einen Durchschnittswert von 99,57 Prozent. Damit liegt die Stadt gerade noch so über dem niedersachsenweiten Durchschnitt der insgesamt rund 3000 Schulen von 98,6 Prozent.

Die vollständige Karte für alle Standorte hat die FDP-Fraktion auch im Internet veröffentlicht: www.fdp-fraktion-nds.de.

Von Saskia Helmbrecht