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Umland Brockmann soll Regions-CDU zum Sieg führen
Umland Brockmann soll Regions-CDU zum Sieg führen
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21:05 11.02.2014
Von Bernd Haase
Siegesgewiss (v. li.): Die CDU-Politiker Hoppenstedt, Brockmann, McAllister und Toepffer. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Bei der Wahlveranstaltung am Dienstagabend im Hangar No. 5 in Wülfel erhielt er 245 von 251 abgegebenen Stimmen, was einer Zustimmung von 97,6 Prozent entspricht. „Ich bin total begeistert“, sagte der 49-jährige Vater dreier Kinder. Brockmann ist parteilos und will es vorerst bleiben. Die Hannoveraner kennen ihn als ehemaligen Polizeipräsidenten.

In seiner Bewerbungsrede erwies sich Brockmann noch nicht als politische Rampensau. Angriffe auf die Regionsmehrheit und speziell auf den SPD-Amtsinhaber verkniff sich der Neu-Politiker zunächst. In ruhigem Tonfall und mit der Hand in der Hosentasche referierte er über die Region, was dazu führte, dass hinten im Saal der Geräuschpegel hörbar stieg. Erst gegen Ende der Vorstellung änderte sich das, als Brockmann zu den aktuellen Aufregerthemen der Region kam.

Bei der Müllreform bezeichnete er das Vorgehen der rot-grünen Regionsmehrheit als Unvermögen. „Es hat noch nie einen derartigen Sturm der Entrüstung gegeben“, sagte er. Beim klammen Klinikum vermisse er ein vernünftiges Sanierungskonzept und warf Jagau vor, sich vor Verantwortung zu drücken. Zudem warb Brockmann für ein Alkoholverbot in Bussen und Bahnen, wofür er neben den Ausführungen zur Müllpolitik den meisten Beifall erhielt.

Wie Angriff am Rednerpult funktioniert, demonstrierte CDU-Landeschef David McAllister. Mit Blick auf Brockmann sagte er: „Es ist Zeit für einen personellen Neuanfang an der Spitze der Regionsverwaltung, und es besteht die Chance, die Weichen endlich wieder auf Zukunft zu stellen.“ Als ehemaliger Polizeipräsident und Chef von 3700 Mitarbeitern verfüge Brockmann über die notwendige Verwaltungserfahrung. CDU-Regionschef Hendrik Hoppenstedt verwies auf Brockmanns Verdienste im Kampf gegen die Rechtsextremen von „Besseres Hannover“ und die Hells Angels. „Er ist aus rein politischen Gründen von der rot-grünen Landesregierung abberufen worden, obwohl er weit über Hannover hinaus Akzente gesetzt hat“, schalt Hoppenstedt. Die Wahl zum Regionspräsidenten ist am 25. Mai. „Die Chancen, dass wir gewinnen, waren angesichts des sozialdemokratischen Murkses noch nie so groß wie dieses Mal“, befand Hoppenstedt siegesgewiss.

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