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Sensationen in Garbsen und Laatzen

Bürgermeisterwahlen in der Region Sensationen in Garbsen und Laatzen

Herbe Niederlagen in Laatzen und Garbsen schocken die SPD: Die Bürgermeisterwahlen im Umland hatten einige Überraschungen zu bieten. Dabei ist die Frage, wer in Zukunft den Bürgermeister stellten wird, in vier von zehn Kommunen unbeantwortet geblieben.

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Stichwahlen in Gehrden, Garbsen, Langenhagen und Pattensen: In vier von zehn Kommunen der Region müssen die Bürger noch einmal an die Urne.

Quelle: Montage

Hannover. Die SPD hat bei den Bürgermeisterwahlen in zwei der größten Umlandkommunen herbe Niederlagen einstecken müssen. In Laatzen gewann CDU-Herausforderer Jürgen Köhne mit 50,6 Prozent die absolute Mehrheit und löst damit Amtsinhaber Thomas Prinz von der SPD ab. In Garbsen fügte der frühere Präsident der Zentralen Polizeidirektion, Christian Grahl (CDU), dem amtierenden Bürgermeister Alexander Heuer (SPD) eine empfindliche Niederlage zu und zwang ihn in die Stichwahl. Nach dem vorläufigen Endergebnis errang Grahl eine Stimmenmehrheit von rund 47 Prozent, Amtsinhaber Heuer kam auf knapp 36 Prozent.

In Laatzen hatte die SPD lange damit gerungen, Bürgermeister Prinz erneut als Kandidaten aufzustellen. Prinz wurde vorgeworfen, sich von den Bürgern zu entfernen. Erst nach zwei parteiinternen Kampfabstimmungen nominierten die Sozialdemokraten Prinz erneut. Der grüne Partner wandte sich von Prinz ab und stellte mit Gerd Apportin einen eigenen Kandidaten auf, der auf rund zehn Prozent der Stimmen kam. In Garbsen wurde der Wahlkampf nicht zuletzt durch die Serie von Brandstiftungen überschattet. Heuer hatte zunächst in Abrede gestellt, dass es sich um eine Brandserie handelt, später schwenkte er um und warf der Polizei vor, die Taten nicht ernst genug zu nehmen.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Kandidaten der großen Parteien gab es in Langenhagen. Dort kämpfte Friedhelm Fischer (SPD) um eine neue Amtsperiode, doch Mirko Heuer von der CDU war ihm dicht auf den Fersen. Nach Auszählung aller Wahllokale konnte Fischer 35 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen, Heuer knapp 32 Prozent. Auch in Langenhagen kommt es also zur Stichwahl. Bemerkenswert ist das gute Abschneiden von Einzelbewerber Jens Mommsen, der mehr als 23 Prozent der Stimmen holte.

Den größten Wahlerfolg feierte der alte und neue Bürgermeister von Wennigsen. Der parteilose Christoph Meineke errang fast 90 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung war mit 63,6 Prozent in Wennigsen besonders hoch.

In Pattensen hat SPD-Bewerberin Ramona Schumann den Sprung über die 50-Prozent-Hürde denkbar knapp verpasst. Sie kommt auf 49,9 Prozent der Stimmen, ihr Konkurrent von der CDU, Axel Müller, holt 36 Prozent. Es wird also eine Stichwahl geben.

In Hemmingen bleibt dagegen die Stichwahl aus. Amtsinhaber Claus Schacht (SPD) liegt mit 67,6 Prozent weit vor dem parteilosen Einzelbewerber Jürgen Grambeck (knapp 30 Prozent) – obwohl sich hinter Grambeck ein breites Bündnis von Parteien quer zu den üblichen politischen Linien vereinte.

Eindeutig ist das Ergebnis auch in Wunstorf. Hier stand mit Amtsinhaber Rolf-Axel Eberhardt (CDU) nur ein einziger Kandidat zur Wahl. Die Wunstorfer Bürger hatten lediglich die Möglichkeit, auf ihrem Stimmzettel „Ja“ oder „Nein“ anzukreuzen. Immerhin 22 Prozent versagten Eberhardt die Zustimmung.

In Isernhagen ist das Ergebnis wenig überraschend. Die Kommune gilt als Hochburg der Christdemokraten, Amtsinhaber Arpad Bogya (CDU) ging daher als klarer Favorit ins Rennen. Tatsächlich kam er auf 55 Prozent der Stimmen.

In Gehrden muss sich Amtsinhaber Hermann Heldermann von der CDU einer Stichwahl mit Cord Mittendorf von der SPD stellen. In Uetze heißt der neue und alte Bürgermeister Axel Backeberg, der mehr als 60 Prozent der Stimmen gewann.

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