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Uetze Schulleiterin hat Angst um ihre Schüler
Umland Uetze Schulleiterin hat Angst um ihre Schüler
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16:13 13.09.2018
Die Ackersbergstraße ist wegen der Bauarbeiten auf dem Schulgelände für den allgemeinen Autoverkehr gesperrt. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Dollbergen

Iris Mundry-Nöhre, Schulleiterin der Löwenzahnschule, hat Angst, dass vor ihrer Schule Kinder angefahren werden könnten. Und das, obwohl die Ackersbergstraße wegen des Umbaus des Schul- und Kindergartengebäudes gesperrt ist. „Es fahren ständig Autos durch, obwohl es verboten ist“, klagt Mundry-Nöhre.

Ein Problem sind die provisorischen Bushaltestellen direkt an der Fahrbahn der Ackersbergstraße. Sie mussten dort eingerichtet werden, weil derzeit Klassencontainer auf der separaten Busfahrspur neben der Straße stehen. „Wir haben morgens eine Busaufsicht mit Lehrern“, berichtet die Schulleiterin. Diese Aufsicht soll nun zusätzlich von Erwachsenen unterstützt werden, die gewissermaßen als Schülerlotsen fungieren.

Klassencontainer stehen auf der separaten Busspur, die sich neben der Straße befindet. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Bei der Suche nach Helfern hatte Mundry-Nöhre die Gemeindeverwaltung um Unterstützung gebeten. Nach den Worten der Ersten Gemeinderätin Ursula Tesch haben sich inzwischen genügend Mütter für die Aufgabe gefunden, die Grundschüler sicher von der Ackersbergstraße zum Schuleingang beziehungsweise zu den aufgestellten Containern zu begleiten. Trotz des Einsatzes der Schülerlotsen bleibt nach Mundry-Nöhres Einschätzung die Situation gefährlich. Sie wolle daher die Polizei noch einmal bitten, den Verkehr auf der Ackersbergstraße zu kontrollieren und Autokennzeichen zu notieren.

Ersatzhaltestellen sind an der Ackersbergstraße eingerichtet worden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

In die Container konnten die Schüler, deren Klassenräume in den nächsten Monaten saniert werden, erst später als geplant einziehen. Die Bauaufsicht der Region Hannover hatte die Zugänge bemängelt. „Die Spalten zwischen den Gitterrosten der Treppenstufen waren zu groß“, sagt Tesch. Kinder hätten mit ihren kleinen Füßen zwischen die Roste geraten und sich so verletzen können. Eine Verletzungsgefahr hätten auch überstehende Rohre dargestellt. „Die Firma, die die Container aufgestellt hat, musste die Mängel beseitigen“, berichtet Tesch. Gerüchte, dass auch die Container nicht in Ordnung gewesen seien, weist sie zurück: „Die sind top.“

Unzufrieden mit der Verkehrssituation war auch Jürgen Buchholz, Vorsitzender des TSV Dollbergen: Während des Einrichtens der Baustellenzufahrt zum Schulgelände sei das Sportheim, das an die Schulsporthalle grenzt, nicht erreichbar gewesen. „Damit ist quasi dem Wirt unseres Vereinsheims die wirtschaftliche Grundlage entzogen worden“, kritisiert Buchholz. „Das Sportheim kann man jetzt wieder ganztägig aus einer Richtung – von Norden – erreichen“, sagt Tesch.

Unterdessen haben auf dem Schul- und Kindergartengelände die Bauarbeiten begonnen. Geplant ist, dass zuerst neben der Turnhalle die neue Fünf-Gruppen-Kindertagesstätte errichtet wird. Während des ersten Bauabschnitts sollen auch der westliche Teil des Klassentrakts der Schule saniert und an die Ostseite des Klassentrakts ein Technikraum angebaut werden. Die Sanierung der Sanitärräume in der Turnhalle ist auf den Sommer 2019 verschoben worden. Im Herbst 2020 sollen die Bauarbeiten so weit abgeschlossen sein, dass Schule und Kindertagesstätte den ganzen umgestalteten Gebäudekomplex nutzen können. Danach haben die Firmen bis Ende 2020 Zeit, Restarbeiten zu erledigen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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