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Uetze Beim Ziegenball haben die Habels erstmals zusammen getanzt
Umland Uetze Beim Ziegenball haben die Habels erstmals zusammen getanzt
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00:16 02.03.2019
Gisela und Franz Habel feiern Eiserne Hochzeit. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

Darauf sind Gisela und Franz Habel stolz: Seit 65 Jahren sind sie miteinander verheiratet. Am Mittwoch, 27.Februar, feiern sie Eiserne Hochzeit. An dem Tag zunächst im kleineren Kreis. Für Sonnabend, 2. März, ist eine größere Feier mit rund 40 Gästen geplant.

Im Winter 1951/52 war Franz Habel und einem seiner damaligen Arbeitskollegen während der Fahrt im Linienbus von Burgdorf nach Hänigsen ein „hübsches Mädchen“ aufgefallen. „Ich habe zu ihm gesagt: Lass die Finger davon. Sie gehört mir“, erinnert sich der 88-Jährige. Gisela Habel hatte von der Unterhaltung nichts mitbekommen. Sie stieg in Weferlingsen aus, wohin es ihre Familie nach der Flucht aus Pommern verschlagen hatte.

Hochzeitsgesellschaft fährt mit dem Bus zur Kirche

Wenige Wochen später trafen sie sich beim Ziegenball in Obershagen wieder. Franz Habel forderte bei dem Vergnügen seine spätere Frau immer wieder zum Tanzen auf. Nach den Worten seiner Frau hat es zwischen ihnen aber erst beim Schützenfest 1952 in Hänigsen richtig gefunkt. „Danach sind wir zusammen gegangen“, erzählt die 85 Jahre alte Gisela Habel. Sie verlobten sich im Dezember 1953. Die Feier fand in der Baracke statt, die Franz Habels Vater kurz zuvor in Hänigsen am Erlenweg gekauft hatte.

Standesamtliche und kirchliche Trauung folgten am 27. Februar 1954. „Gefeiert haben wir bei meinen Eltern in Weferlingsen“, sagt Gisela Habel. Weil ihr Vater beim Kraftverkehr Hannover-Burgdorf gearbeitet habe, habe die Hochzeitsgesellschaft mit einem Bus nach Burgdorf zur St.-Pankratius-Kirche fahren können.

Gisela und Franz Habel feiern Eiserne Hochzeit. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller (Repro)

Das frisch vermählte Paar zog in die hintere Hälfte der Baracke am Erlenweg in Hänigsen ein. „Ein Raum war Schlafzimmer, der zweite Wohnküche. Mehr hatten wir nicht“, erinnert sich Gisela Habel. Das Geld sei knapp gewesen. Daher habe ihr Mann sein Motorrad verkauft, um Möbel für die beiden Zimmer anschaffen zu können. Mehr Platz hatte die junge Familie, als sie einige Jahre später in eine Einliegerwohnung in der Siedlung an der Hänigser Bockwindmühle umzog. Noch 1954 hatte der älteste Sohn Jürgen das Licht der Welt erblickt. 1958 wurde zweite Kind Harald geboren.

Urgroßkinder kommen als Übernachtungsgäste

1963 bauten die Habels ein eigenes Haus am Meyersteinweg, in dem das Paar noch heute wohnt. „Wir haben fast alles selber gemacht“, erzählt die Ehefrau. Ihr Mann habe die nötigen Fachkenntnisse gehabt, weil er nach einer Umschulung auf dem Bau im Akkord als Einschaler gearbeitet habe. Nachdem 1969 Gisela Habels Schwester gestorben war, nahmen die Habels deren zweijährigen Sohn Karsten in ihre Familie auf. „Wir haben auch eine Enkeltochter und zwei Urenkel. Das ist superschön“, sagt Gisela Habel. Die Urgroßkinder übernachteten manchmal bei ihr und ihrem Mann.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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