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Uetze Vergnügliches Theater auf dem Milchhof
Umland Uetze Vergnügliches Theater auf dem Milchhof
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11:15 24.07.2018
Nichts los im Ochsen: Martin Wöhler (von links), Burghard Homann und Antje Dombrowski beim Theaterstück "Im Gasthaus Ochsen wird's erotisch" in Obershagen Quelle: Maximilian Hett
Obershagen

Gut gefüllt ist die Scheune des Milchhofs Osterwiese. Annähernd 200 Besucher füllen die Bänke: Sie erwartet ein Nachmittag, der heiß zu werden verspricht – und zwar in gleich doppelter Hinsicht. Bei knapp 30 Grad im Schatten sehen sie sich das Lustspiel „Im Ochsen wird’s erotisch“ an, gespielt von der Laienspieltruppe „Um Gottes Willen“. Gleich zu Beginn die „Vorwarnung“ des Teams, dass die letzte Aufführung lange her sei und manch ein Darsteller das erste Mal auf der Bühne stehe. Dann wird der Vorhang zur Seite geschoben und das Spiel beginnt:

Das Gasthaus „Ochsen“ läuft schlecht. Wirt Hermann (gespielt von Burghard Homann) und seine Frau Bea (Antje Dombrowski) suchen verzweifelt nach einem Weg, Gäste in ihren „Ochsen“ zu bekommen. Gleichzeitig zahlen die wenigen Gäste ihre Rechnungen nicht. Daher müssen die Schuldner jetzt ran: Achim (Martin Wöhler), der jeden Tag im „Ochsen“ sitzt, soll die Wand streichen. Doch anstatt sie, wie ihm aufgetragen, weiß zu streichen, malt er eine Kuh auf die Fläche: „Damit Du nicht mehr in den Spiegel schauen musst“, erklärt er Wirtin Bea – das Publikum lacht laut.

Rund 200 Besucher fülen die Scheune des Milchhofs Osterwiese beim Theaterstück "Im Gasthaus Ochsen wird's erotisch". Quelle: Maximilian Hett

Währenddessen flirtet ein nicht näher vorgestellter Kai-Uwe (Lucas Graetsch) mit der Kellnerin Lena-Marie, die – und das wird ebenfalls zum Running Gag wie der Flirt der beiden jungen Erwachsenen – auf die Nennung ihres Zweitnamens pocht. Anschließend kommt es zu einer Situation, mit der das Personal im Gasthaus so gar nicht umzugehen weiß, ein neuer Gast betritt das Lokal. „Ich werde eine Kerze in der Kirche anzünden“, meint Kellnerin Lena-Marie zu der Seltenheit eines neuen Gastes, während nach einer Speisekarte für den Unbekannten gesucht wird.

Nachdem sich der Fremde als Handelsvertreter für Küchenwaren und Haushaltsgeräte mit dem Namen Gelim Haar (Thomas Graetsch) vorgestellt und sich für ein Gericht entschieden hat, darf Bea fürs Essen sorgen. Währenddessen fragt der Handelsvertreter den Wirt: Ob er nicht an einer Verkaufsshow für Küchengeräte und Ehehygiene-Produkte interessiert sei?

Zwei Polizisten (Tamara Kerres und Karl Homann) wollen den Handelsvertreter Gelim Haar (Thomas Graetsch) festnehmen. Quelle: Maximilian Hett

Er und später auch seine Frau stimmen zu. Doch Vorsicht ist geboten: Die Polizei soll von der Verkaufsveranstaltung in Sachen Erotikartikeln nichts mitbekommen. Trotzdem finden zwei junge Polizisten den Koffer Gelim Haars. Während die Polizistin sofort weiß, was Sache ist, kann ihr Kollege mit den Spielzeugen nicht viel anfangen: „Wenn man hier in Uetze aufgewachsen ist, kennt man das nicht.“ – eine von zahlreichen Anspielungen auf das Dorfleben. Trotzdem lassen die beiden Beamten der Sache ihren Lauf: Sie wollen die Täter auf frischer Tat, beim Verkauf, ertappen.

Versprecher –wie von der Darstellern zu Beginn angekündigt – kommen an diesem Nachmittag nur selten vor. Eher tragen sie auf positive Weise zur Komik der Aufführung bei: So beschreibt Handelsvertreter ein Produkt mit den Wort „Das Wasser ist absolut hitzefest“. Das Publikum wird immer wieder mit Anspielungen einbezogen und nimmt das wie die Versprecher nicht übel, sondern lacht herzlich – man kennt sich eben im Dorf.

Während der Verkaufsschau kommt es tatsächlich zum Polizeieinsatz. Allerdings hat der gewitzte Haar die zweifelhaften Produkte längst versteckt. So kommt es, dass versehentlich Küchengeräte als Erotikspielzeuge verkauft bzw. im Publikum verteilt werden. Unter den Protagonisten herrscht am Ende gute Stimmung: Die Polizei hat keine Beweise, das Wirtsleute haben gute Umsätze erzielt und das Publikum bedankt sich mit einem großen Applaus.

Von Maximilian Hett

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