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Umland Uetze Nachrichten Rollstuhlfahrer brauchen viel Platz im Haus
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00:15 02.10.2017
Heike Koenig (stehend) informiert in der Mensa des Schulzentrums Einwohner der Gemeinde Uetze über die Möglichkeiten, Altbauten barrierefrei umzubauen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Uetze

Daher hatten die Gemeinde Uetze und die Klimaschutzagentur zu einer Informationsveranstaltung zum Thema "Barrierefreies Wohnen" für Donnerstagabend eingeladen, die allen Einwohnern der Gemeinde offen stand.

Dass Barrierefreiheit auch ein Thema für junge Familien sein kann, strich die Architektin und Energieberaterin Heike Koenig heraus. Für sie könne sich der Bau einer Rampe vor der Haustür eines Altbaus lohnen, wenn sie kleine Kinder hätten. "Dann muss man nicht den Kinderwagen oder die Kinderkarre die Stufen hochtragen", sagte Koenig. Sie riet dazu, "vorausschauend zu planen". So empfahl sie den Einbau einer ausreichend breiten Haustür, "damit man später mal mit Krücken, einem Rollator oder einem Rollstuhl durch die Tür kommt".

Ein Manko vieler Einfamilienhäuser aus den fünfziger Jahren ist laut Koenig, dass sie zwar viele, aber dafür kleine Zimmer haben. Weil Rollator- und Rollstuhlfahrer viel Platz benötigten, sei es ratsam, die Raumzuschnitte zu vergrößern. Wie man das machen kann, verdeutlichte sie am Grundriss eines relativ kleinen Blockbohlenhauses aus der sogenannten Cewe-Siedlung am Irenensee. Dort hatte sie Wände entfernt, um den Küchenbereich mit dem Wohnzimmer zusammenzulegen.

Im Badezimmer sollten die Wände so stabil sein, dass man daran Hilfsmittel wie Haltegriffe und einen klappbaren Sitz zum Duschen befestigen kann. "Das A und O im Bad ist der Drehradius", sagte Koenig. Rollstuhlfahrern müsse eine Bewegungsfläche mit einem Radius von mindestens 1,20 Metern zur Verfügung stehen.

Heike Koenig berät Bewohner des Spreewaldseengebiets, die ihr Haus sanieren wollen.  Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Von Friedrich-Wilhlem Schiller

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