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14:11 23.02.2018
Dieses Bild der Katenser Schule ist auf der Ansichtskarte abgebildet, die 1914 verschickt worden ist. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller (Repro)
Katensen

 Der Katenser Jürgen Pohl hat dem Heimatbund ein neues Exponat für dessen Heimatstube angefertigt: einen 25 mal 40 Zentimeter großen Nachdruck einer Ansichtskarte, die am 27. September 1914 verschickt worden ist. Die Karte zeigt auf der Vorderseite die 1913 errichtete Katenser Schule. Auf die Rückseite hat eine Frau, die nur mit dem Vornamen Else unterschrieben hat, in der damals üblichen deutschen Schreibschrift ihre „letzten Grüße aus Catensen“  an die in Stade wohnenden Geschwister Strudel geschickt. “Warum schreibt ihr nicht wieder?“ fragt sie.

Das auf der Vorderseite abgebildete Schulgebäude habe sich bis heute kaum verändert, stellt der Heimatbundvorsitzende Gerd Voiges beim Betrachten des Bildes fest. Zu erkennen sind das charakteristische Glockentürmchen auf dem Dachfirst und die beiden Ziffernblätter der Schuluhr am Erker und über dem Eingang zu den beiden früheren Lehrerwohnungen. „Die Glocke schlägt immer noch“, sagt Voiges.

Damit die Ziffernblätter die richtige Zeit anzeigen, steigt Ortsbrandmeister André Judel einmal in der Woche auf den Dachboden, um das Uhrwerk per Hand aufzuziehen. „Die Ziffernblätter sind mit einem Gestänge mit dem Uhrwerk verbunden“, weiß Voiges. Der Heimatbund hat sie vor mehreren Jahren restaurieren lassen. Der Spruch „Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang“ über dem Eingang zu den Wohnungen ist hingegen verblasst.

1914 standen vor dem Gebäude junge Linden, die nach dem Bau des Schulgebäudes gepflanzt worden waren. Heute spenden ihre mächtigen Baumkronen im Sommer Schatten. Abgebildet ist auch der damalige Lehrer Peters mit seiner Frau. Peters war 1905 zunächst kommissarisch die Lehrerstelle in Katensen übertragen worden. Er unterrichtete mehrere Jahrzehnte die Katenser Kinder.

Anfang der Fünfzigerjahre ist der westliche Teil des Dachgeschosses zu einem zweiten Klassenraum ausgebaut worden. Die Fertigstellung war lauf Voiges 1953. „Ich bin 1950 eingeschult worden. Da gab es nur einen Klassenraum“, erinnet sich der 73-Jährige. Bis 1953 seien alle acht Klassen im Raum im Erdgeschoss unterrichtet worden. Damals galt nur eine achtjährige Schulpflicht. 

Heute nutzt der Heimatbund den zweiten Klassenraum im Dachgeschoss als Heimatstube. Im Erdgeschoss befindet sich ein Kindergarten. Das Toilettenhäuschen, das früher auf dem Schulhof stand, ist vor vielen Jahren abgerissen worden.

So sieht das 1913 errichtete Schulgebäude heute aus. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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