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00:21 16.06.2018
In Dollbergen soll es demnächst eine Generationenhilfe geben. Sie soll allerdings einem Verein in Abbensen angegliedert werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Dollbergen

Das Projekt Generationenhilfe der Zukunftswerkstatt nimmt Gestalt an. Es soll als eigene Sparte unter dem Dach des Vereins Fördergemeinschaft Jung und Alt aus dem Nachbardorf Abbensen (Landkreis Peine) organisiert werden. Dafür haben sich 18 der 23 Besucher eines Planungstreffens ausgesprochen. Sie beauftragten die Projektleiter Wolfgang Göpfert und Heinz-Jürgen Weidtmann, mit dem Verein weitere Gespräche zu führen. Die Fördergemeinschaft bietet schon seit fünf Jahren in Abbensen eine generationsübergreifende Unterstützung für Einwohner an, die darauf vorübergehend in einer Notsituation angewiesen sind.

Die Vorgespräche mit der Fördergemeinschaft hätten ergeben, dass diese grundsätzlich mit Dollbergen zusammenarbeiten wolle, berichtet Göpfert. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. „Die Details müssen noch geklärt werden“, sagt Weidtmann. So auch, ob eine eigene Sparte für Dollbergen möglich ist.

Während des Planungstreffens wurden noch weitere Organisationsformen wie die Gründung eines neuen gemeinnützigen Vereins oder die Integration in einen bestehenden Dollberger Klub diskutiert. Im Vorfeld hatten Göpfert und Weidtmann mit dem Heimatverein gesprochen. Dieser will laut Göpfert aus mehreren Gründen nicht das Projekt in seine Regie übernehmen. Der Heimatverein müsste zum Beispiel seine Satzung ändern.

Göpfert und Weidtmann sollen auch prüfen, ob man Hilfen im Ort unabhängig von Organisationen formlos vermitteln kann. Doch da sind die beiden Projektleiter skeptisch. Bei der Vermittlung der Hilfe müssten bestimmte Abläufe eingehalten werden, gibt Göpfert zu bedenken. Zum Beispiel müsse überprüft werden, ob jemand tatsächlich Unterstützung benötige. Um Rechtssicherheit zu gewährleisten, komme man nicht ohne Formulare beziehungsweise Verträge aus. Außerdem müsse der Versicherungsschutz gewährleistet sein.

Eine Umfrage im Dorf hatte ergeben, dass in erster Line Fahrdienste – etwa zum Arzt – sowie Unterstützung bei der Gartenarbeit oder im Haushalt gewünscht werden. „Die Generationenhilfe ist nicht nur für ältere Menschen“, betont Göpfert. So könnten Rentner Schülern bei den Hausaufgaben helfen, wenn die Mutter im Krankenhaus liege und der Vater tagsüber arbeiten müsse. Die Generationenhilfe soll keine Konkurrenz zu bestehenden Hilfsangeboten im Dorf sein. Sie soll Hilfesuchende an solche Anbieter vermitteln. Die Hilfe wird laut Göpfert nicht ganz kostenlos sein. Man müsse für die Organisation und die Helfer ein geringes Entgelt verlangen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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