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Nachrichten „Steuerzahler müssen die Kosten tragen“
Umland Uetze Nachrichten „Steuerzahler müssen die Kosten tragen“
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00:26 16.05.2018
Obwohl das Grundwasser unter dem Gasolin-Gelände mit Schadstoffen belastet ist, hat sich die Natur in den vergangenen Natur das Grundstück zurückerobert. Quelle: Schiller
Dollbergen

  Um das Ausmaß der Grundwasserbelastung mit leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen  Kohlenwasserstoffen (LHKW) in Dollbergen festzustellen, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Die Kosten muss wohl die öffentlich Hand, also die Steuerzahler, tragen. Nicht nur deshalb ist Georg Beu, Grünen-Fraktionschef im Gemeinderat, mit der Antwort auf seine Anfrage zur Grundwasserverunreinigung, die vom früheren Gasolin-Gelände ausgeht, höchst unzufrieden.

Eine Untersuchung von Gartenbrunnen hat 2015 den Nachweis erbracht, dass das Grundwasser nicht nur auf dem Gasolin-Gelände, sondern auch südlich der Bahnstrecke mit LHKW verunreinigt ist. „Mich stört besonders, dass die Angelegenheit seit 2015 bekannt ist und wir erst jetzt davon erfahren haben“, klagte Beu in der Sitzung des Ratsausschusses für Verkehr, Umwelt und Planung. Auch bei den Beratungen über den Bebauungsplan Südlich des Birkenwegs, habe es die Verwaltung versäumt, darauf aufwerksam zu machen, dass das geplante Baugebiet von der Grundwasserbelastung betroffen sein könnte. „Es wäre das Mindeste gewesen, den Rat und die Fachausschüsse darauf hinzuweisen“, sagte Beu. Karin Windhausen, Teamleiterin für Bauleitplanung, entgegnete, dass sich heute nicht mehr nachvollziehen lasse, weshalb die Information, die der damalige Umweltsachbearbeiter Peter Schillhofer 2015 von der Region Hannover erhalten hatte, nicht weitergegeben worden ist.

„Meine Fragen sind von der Region nicht vollständig beantwortet worden“, kritisierte Beu außerdem. Die Regionsverwaltung mache keine klare Aussage zum Hauptversursacher. Das müssten noch Analysen klären. Ebenso umschiffe die Regionsverwaltung eine eindeutige Stellungnahme zum geplanten Baugebiet am Birkenweg, klagte der Grüne.  Die Regionsverwaltung hatte geschrieben, dass sich die vom Gasolin-Gelände ausgehende Schadstoffahne vermutlich nicht weiter ausbreite: „Wie weit sie tatsächlich reicht, ist noch nicht bekannt.“ Dafür seien noch Detailuntersuchungen nötig.

Beu bemängelte, dass weder der BP-Konzern als Eigentümer noch die Firma Soepenberg, für die seit 2012 eine Eigentumserwerbsvorbemerkung im Grundbuch eingetragen ist, die Untersuchungen bezahlen wollten. „Jetzt müssen die Steuerzahler die Kosten tragen“, sagte Beu.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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