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00:30 29.03.2018
Die Erzieherin Marianne Damaschke (links) und Anne Altschaffel spielen im Dorftreff mit Altschaffels Sohn Johannes. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Hänigsen

 „Montagvormittags ist hier meistens ein Gewusel“, sagt Christine Späthe, Leiterin des Dorftreffs. Bis zu 14 Mütter – darunter auch Migrantinnen – besuchen dann laut Späthe mit ihren kleinen Kindern den Babytreff, der von den Erzieherinnen Marianne Damaschke und Astrid Fenselau geleitet wird. Weil es eine offene Gruppe ist, schwankt die Teilnahmerzahl. „Mal sind  Kinder krank, mal Familien im Urlaub“, erläutert Damaschke.

So hagelte es an diesem Montag krankheits- und urlaubsbedingt Absagen. Nur Anne Altschaffel war mit ihrem zehn Monate alten Sohn Johannes gekommen. Nachdem sie nach Hänigsen gezogen sei, habe sie im Ort zunächst keine Kontakte zu anderen Müttern gehabt, erzählt Altschaffel. „Man wird hier offen aufgenommen“, sagt sie. Beim Babytreff komme sie mit anderen jungen Hänigserinnen ins Gespräch, und ihr Sohn lerne Spielkameraden kennen. Inzwischen habe sie mit anderen Müttern Freundschaft geschlossen und verabrede sich mit ihnen, um etwas gemeinsam zu übernehmen.

Mit dem Babytreff verfolgt die Kunstspirale, die Trägerin des Dorftreffs ist, nach Späthes Worten zwei Ziele: Junge Mütter sollen Kontakte knüpfen und sich über Kindererziehung austauschen können. Als pädagogische Fachkräfte könnten Damaschke und Fenselau Fragen zur Erziehung beantworten. „Es ist angedacht, dass wir einmal im Monat eine Hebamme zur Beratung hinzuziehen“, kündigt Späthe an. Dieses Beratungsangebot könnten auch Schwangere nutzen.

Während des Babytreffs frühstücken die jungen Frauen gemeinsam. „Es ist toll für uns Mütter, ohne Kind auf dem Arm am Tisch zu sitzen“, schwärmt Altschaffel. „Während des Frühstücks krabbeln oder laufen die Kinder im Raum herum. Wir passen in dem Zeitraum auf die Flöhe auf“, berichtet Fenselau. Die meisten Kinder seien etwa ein Jahr alt, aber unterschiedlich weit entwickelt. Beim gemeinsamen Spielen lernten die Kleinen voneinander, sagt Fenselau. Einige Kinder seien anfangs ohne Mütter etwas ängstlich, weiß Damaschke. Sie achte darauf, dass die kleinen Jungen und Mädchen ihre Ängste verlieren und locke sie mit Spielzeug. Damit die Kinder auf dem Fußboden spielen können, hat die Kunstspirale mit finanzieller Unterstützung des Gelben Hauses, einer diakonischen Einrichtung der Kirchengemeinde, einen großen Teppich angeschafft.

Den Babytreff war ursprünglich ein Angebot der Kunstspirale und besteht seit 2013. Damals gab es den Dorftreff noch nicht. Mehrere Jahre lang trafen sich Mütter und ihre Kinder montagnachmittags im Atelier der Kunstspirale. „Da lag das Durchschnittsalter der Kinder etwas höher“, erinnert sich Damaschke. Im Oktober 2017 wurde der Babytreff auf Montag, 9 bis 11.30 Uhr, und in den Dorftreff verlegt. Die neue Zeit kommt offenbar Müttern mit Kleinkindern entgegen. Jetzt entspreche das Alter der kleinen Gäste der Bezeichnung Babytreff, stellt Damaschke fest. „Aber auch ältere Geschwister,  Väter und Großeltern sind willkommen“, betont Späthe.

 

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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