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00:48 04.03.2018
Die Studentin Leonie Steilmann erläutert ihren Entwurf während der Ausstellungseröffnung. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

 Der  1. Oktober 2018 lässt sich als Eröffnungstermin für die neue Zwei-Gruppen-Kindertagesstätte im Küsterhaus nicht mehr halten. Das hat Diakonin Karin Lawrenz während der Eröffnung der Architekturausstellung „Das Küsterhaus wird Kindertagesstätte“ am Mittwochabend in der Johannes-der-Täufer-Kirche berichtet. Der bisherige Architekt sei abgesprungen. Dessen Beweggründe kenne sie nicht, sagte Lawrenz. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde habe aber bereits einen neuen Planer gefunden.

In der Kirche stellen derzeit Innenarchitekturstudenten der Hochschule Hannover Innen- und Außenansichten sowie Modelle aus, wie sie sich den Umbau des Küsterhauses vorstellen. Der Architektenwechsel bietet nach Ansicht des Kirchenvorstehers Uwe Hoffmann vielleicht die Chance, dass Ideen der Studierenden noch in die Pläne einfließen können. Das hofft auch Professor Kay Marlow, der das Projekt betreut hat.

„Innenarchitekten beschäftigen sich sehr viel mit Umbauten im Bestand“, sagte Marlow. Das Küsterhaus stelle eine große Herausforderung dar, weil es unter Denkmalschutz steht. Lawrenz erinnerte daran, dass der berühmte Architekt Conrad Wilhelm Hase das Gebäude 1866 geplant hat und dieses 1867 fertiggestellt wurde. Das Haus habe eine Durchfahrtscheune, weil der Küster früher eine kleine Landwirtschaft betrieben habe, erläuterte Lawrenz.

Marlow betonte, dass bei allen acht Entwürfen das Gebäude auch nach dem Umbau als Hase-Bau zu erkennen sei. Die Studenten wollen die Ansicht von der Kirchstraße aus nur wenig verändern und auch den Anbau auf der Südseite, in dem bislang der Konfirmandenunterricht stattfindet, erhalten. Die Entwürfe unterscheiden sich zum Beispiel dadurch, wo sich künftig der Haupteingang befindet – ob die Besucher durch das Scheunentor auf der Nordseite oder durch den bisherigen Eingang auf der Westseite gehen.

„Wir waren von der Scheuneneinfahrt total begeistert“, berichtete die Studentin Saskia Braun. Sie wolle daher das Tor zum Haupteingang machen und einen kleinen Windfang davor setzen. Leonie Steilmann hatte Rücksprache mit der Denkmalschutzbehörde getroffen, ob man die Holzdecke im Konfirmandenraum weiß streichen dürfe. So werde der Raum, in dem sie die Krippengruppe unterbringen will, heller und kinderfreundlicher, erläuterte Steilmann.

Bei mehreren Entwürfen ist ein Anbau an die Südseite geplant. Die Studenten, deren Plan unter der Überschrift „Monolith“ steht, hätten sich bewusst für einen Anbau aus monolithischem Beton entschieden, um einen Kontrast zum Hase-Bau aus Backstein zu setzen, erläuterte Marlow. Clara Hernández berichtete, dass die Planung ihr und ihren Studienkollegen sehr viel Spaß gemacht habe: „Das war eine super Aufgabe.“

Interessierte können sich die Ausstellung bis Sonntag, 11. März, vor und nach den Gottesdiensten in der Johannes-der-Täufer-Kirche ansehen.

Carla Hernández unterhält sich mit Birgit Meinig (rechts), der pädagogischen Leiterin der Kindertagesstätten des Kirchenkreises Burgdorf, über ihren Entwurf. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

 

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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