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Umland Uetze Nachrichten Die Rettung kommt aus der Dose im Kühlschrank
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00:27 24.05.2018
Christa Guderian zeigt eine Notfalldose, die alle wichtigen Informationen über einen Patienten enthält. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Ein Alleinstehender stürzt in seiner Wohnung. Als der Rettungsdienst eintrifft, ist er nicht ansprechbar. Welche Krankheitsvorgeschichte hat er? Welche Medikamente nimmt er? Welche Blutgruppe hat er? Schnelle Antworten auf diese Fragen sind für die Erstretter in solchen Situationen wichtig, in denen es auf jede Sekunde ankommen kann.

Eine sogenannte Notfalldose kann diese Informationen liefern. Der Seniorenbeirat stellt sie während des Festes anlässlich seines zehnjährigen Bestehens am Dienstag, 19. Juni, ab 14 Uhr am Rathaus vor. Gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein Uetze wird er solche Dosen an die Besucher verteilen. „Je 100 Stück haben wir und das DRK Uetze bestellt,“ berichtet Dietmar Schlecht aus Hänigsen, Pressewart des Seniorenbeirats. Ist die Nachfrage größer, werde der Beirat weitere bestellen, kündigt die Vorsitzende Christa Guderian an.

So sieht die Notfalldose aus, die der Seniorenbeirat und das Uetzer Rote Kreuz verteilen wollen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

In der Notfalldose befindet sich eine Karte, die der Besitzer ausfüllen soll. Dort trägt er zum Beispiel seinen vollständigen Namen, seine Anschrift, sein Geburtsdatum, Krankheiten und Allergien ein. „Ganz wichtig sind die Medikamente, die jemand einnimmt“, sagt Schlecht. Aber auch der Hausarzt oder die Angehörigen, die verständigt werden sollen, können dort aufgelistet werden.

„Die Karte ist gut durchdacht“, stellt Nadine Heese, Pressesprecherin des DRK Region Hannover, fest. Weil die Dose alle notfallrelevanten Informationen über den Patienten enthalte, sei sie für Rettungsdienste eine gute Hilfe.

„Die Rettungsdose soll in der Kühlschranktür stehen“, sagt Schlecht. Fast jeder Haushalt besitze einen Kühlschrank. „Und man findet ihn sofort“, fügt der Hänigser hinzu. Die Erstretter kämen problemlos an die für sie relevanten Angaben, die dann alle konzentriert an einer Stelle lägen. Sogar bei einem Stromausfall gelangten sie da an die Informationen.

Neben der Karte gehören noch zwei Aufkleber zur Dose. „Einen soll man innen an der Wohnungstür und einen an der Kühlschranktür anbringen“, erläutert der Seniorenvertreter. So wisse der Rettungsdienst sofort, wenn er eintreffe, dass eine Notfalldose vorhanden ist.

Nach Schlechts Meinung sollte sich auf jeden Fall jeder, der an einer chronischen Krankheit leidet, eine solche Dose in den Kühlschrank stellen. „Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Deshalb ist sie im Grunde genommen für jeden geeignet.“ In Notfällen seien Angehörige aufgeregt. „Da fällt vielen nicht alles Wichtige ein“, sagt er.

Drei Institutionen feiern gemeinsam

Der Seniorenbeirat, das Netzwerk Prävention und der Sozialfonds bestehen seit zehn Jahren. Das wollen sie gemeinsam am Dienstag, 19. Juni, ab 14 Uhr am Rathaus mit einem Familienfest feiern. Es steht unter der Überschrift Mission Conecting. Der Titel soll die Verbundenheit der drei Einrichtungen untereinander und zu anderen Institutionen zum Ausdruck bringen. Zum Beispiel bauen auch die Kulturinitiative K4, die Aurelia-Wald-Gesamtschule, die Schülervertretung des Gymnasiums, die Sparte Gesundheitssport des VfL und das Familienhaus Informationsstände auf. Außerdem wird es ein buntes Bühnenprogramm mit Musik und Tanz geben. Am Abend spielt die Band 4joy. Die Veranstaltung endet um 22 Uhr.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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