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Umland Uetze Nachrichten Agora gilt jetzt als Fuhse-Philharmonie
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00:16 24.09.2017
Von Friedrich-Wilhelm Schiller
Die Honey Bees führen einen Wettkampftanz auf der Bühne auf. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Uetze

"Das ist eine Fuhse-Philharmonie geworden. Das werden Sie noch hören" - mit diesem Satz begrüßte Bürgermeister Werner Backeberg die geladenen Gäste. Anders als bei der Elbphilharmonie seien bei der Sanierung der Agora die Kosten nicht aus dem Ruder gelaufen: "Die Baumaßnahme ist im Budget und auch im Zeitrahmen geblieben", betonte Backeberg. Nach seiner Ansicht sind die 920.000 Euro gut angelegtes Geld. Die Arbeiten hätten nur gut sechs Monate gedauert.

Wie Backeberg erinnerte auch der Architekt Henning Meyer daran, dass ursprünglich nur eine Dacherneuerung geplant war. Als man im Vorfeld der vorgesehenen Dachsanierung einige Wellasbestplatten abgenommen habe, habe man festgestellt, "dass die Dämmung fast nicht mehr da war", berichtete Meyer. Außerdem habe man entdeckt, dass die Stahlkonstruktion des Daches keine feuerbeständige Ummantelung habe.

Weil seit dem Bau der Agora die Brandschutzbestimmungen verschärft worden sind, mussten auch die Decke und die Wandverkleidungen erneuert sowie die zu kleine Tür des zweiten Rettungsweges ersetzt werden. "Holz ist zudem in Versammlungsstätten nicht mehr gestattet", erläuterte Meyer. Der Vorhang auf der Bühne ist jetzt schwer entflammbar.

"Es ist nicht alles schlecht in diesem Raum gewesen. Er war gut konzipiert", stellte Meyer klar. Messungen hätten ergeben, dass die Akustik gut gewesen sei. Allerdings hätten Nutzer berichtet, dass sie sich selbst nicht auf der Bühne hätten hören können.

Die Deckenverkleidung besteht jetzt laut Meyer aus "Gipskartonplatten mit unregelmäßigen Lochungen": "Sie haben die gleichen Eigenschaften wie vorher das Holz. Sie sind sogar noch besser." Einige glatte Flächen an der Decke reflektierten nun den Schall auf die Bühne. Meyer berichtete, dass einige Restarbeiten ausstehen. So sei die Bühnenverkleidung noch ein Provisorium. Nach Backebergs Worten wird ein Tischler noch eine einfahrbare Bühnentreppe anfertigen, damit Gehbehinderte leichter auf die Bühne gelangen können.

Von der guten Akustik konnten sich die Zuhörer bei den Darbietungen mehrerer Gruppen überzeugen, die die Agora wieder nutzen werden. Deren Vertreter strichen in kurzen Wortbeiträgen heraus, wie sie sehr sie die Agora vermisst haben. Die Aufführungen gaben einen Einblick in die Vielfalt des Uetzer Kulturlebens mit Theater, Tanz, Lesungen, Instrumentalmusik und Gesang.

Fotostrecke Uetze: Agora gilt jetzt als Fuhse-Philharmonie

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