Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Brandmeister ist noch als Schiedsrichter gefragt
Umland Uetze Nachrichten Brandmeister ist noch als Schiedsrichter gefragt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 19.04.2018
Alfred Schmidt wohnt im ältesten Haus Hänigsens. Einfache Reparaturen erledigt er selbst. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

Wenn bei Feuerwehrwettkämpfen hin und wieder ein Schiedsrichter benötigt wird, muss man Uetzes ehemaligen Gemeindebrandmeister Alfred Schmidt nicht lange bitten. „Das macht Spaß. Das treffe ich alte Kameraden wieder, mit denen ich viel zu tun hatte“, sagt der 67 Jahre alte Hänigser. Ansonsten sei er jetzt nur noch einfaches Mitglied der Altersabteilung, betont Schmidt, der von 2009 bis 2013 an der Spitze der Gemeindefeuerwehr stand. Er besuche die Versammlungen der Ortsfeuerwehr und gehe zu den Treffen der Alterskameraden.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Gemeindebrandmeisters hat er nach eigenen Worten sein Engagement „von 100 auf Null heruntergefahren“. Seine Devise lautet: „Man sollte jungen Leuten den Vortritt lassen und sich nicht einmischen.“ 

An seine Zeit als Gemeindebrandmeister denkt Schmidt gern zurück: „Es war eine schöne Zeit.“ Er habe etwas bewirken können und stets die Rückendeckung von Rat und Verwaltung gehabt. Die Kommune hat damals neue Feuerwehrhäuser in seinem Heimatort und in Dollbergen gebaut und mehrere Feuerwehrautos angeschafft. Die Hänigser Ortsfeuerwehr sei damals schneller zu einem neuen Gerätehaus gekommen als erwartet, weil damals die Braunschweiger Firma Staake einen Supermarkt im Ortskern bauen wollte, erinnert sich Schmidt. Es  gab damals im Dorf heftige Diskussionen, weil das historische Gasthaus Sachsenross und die alte Feuerwache dem Markt weichen mussten. Die damalige Diskussion ist laut Schmidt längst vergessen. Heute seien die Hänigser froh, dass sie im Ortskern einkaufen können.

Über Langeweile kann der Rentner nicht klagen. Während der Erntezeit im Sommer hilft der gelernte Landmaschinenmechaniker bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft in Burgdorf aus, bei der er 34 Jahre lang als Silomeister und Betriebsschlosser gearbeitet hat. Auch sonst fährt er hin und wieder nach Burgdorf, um sich mit seinen Kollegen zu unterhalten.

Sein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1656, das er von seiner Mutter geerbt hat, und sein großes Grundstück verschaffen ihm im Ruhestand Arbeit. „Das ist das älteste Haus in Hänigsen. Da ist immer was zu tun“, sagt Schmidt. Wenn Reparaturen anfallen, die er selbst machen kann, erledigt er sie.

Sein Grundstück bietet genügend Platz, um mit seinen fünf Großkindern zu toben, die drei bis 14 Jahre alt sein. „Solange ich es gesundheitlich kann, werde ich das auch weiter machen“, sagt der 67-Jährige. Zu seinen Enkeln, von denen zwei in Hänigsen und drei in Nordrhein-Westfalen wohnen, habe er einen engen Kontakt. Mit seiner Frau besuche er, so oft es gehe, seine Großkinder in Nordrhein-Westfalen. In den Ferien kämen sie nach Hänigsen.

Kürzlich ist Schmidt für 25 Jahre Mitgliedschaft im Heimatbund geehrt worden. Er arbeitet in der Kuhlenberg-Gruppe des Heimatbunds mit, die das Hänser Teermuseum in Schuss hält. Die Arbeitseinsätze sind immer mittwochvormittags. Auch die Mittwochabende sind verplant. Dann geht Schmidt, der 2006 in Hänigsen Schützenkönig und 1964 Kinderkönig war, zum Schießen. Der Mittwochsgruppe gehören die älteren Mitglieder des Bürgerschützenvereins an.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Polizei fahndet nach einem Dieb, der in der Nacht zum Sonntag bei Eltze zehn Legehennen aus einem Hühnerstall gestohlen

19.04.2018

Die Feuerwehren aus Uetze und Celle machen gemeinsame Sache: Bei einer Großübung mit 15 Fahrzeugen und 85 Einsatzkräften im Frühlingswald bei Wackerwinkel standen Teamwork und Kommunikation im Fokus. 

18.04.2018

Ein bewaffneter Räuber hat am Freitagabend an der B 214 bei Uetze eine Prostituierte überfallen und Geld erbeutet. Die Fahndung verlief bislang erfolglos.

15.04.2018