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Denkmalschutz erschwert Umbau in eine Kita

Uetze Denkmalschutz erschwert Umbau in eine Kita

Hinter der Eröffnung einer Kita im Oktober im Uetzer Küsterhaus steht ein Fragezeiche, denn die Kirchengemeinde muss noch Fragen des Denkmalschutzes klären. 

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Das Küsterhaus, das in eine Kindertagesstätte umgebaut werden soll, steht unter Denkmalschutz.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze.  Bis Oktober 2018 will die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Uetze/Katensen ihr Küsterhaus an der Kirchstraße in eine zwei Guppen-Kindertagesstätte umbauen. Doch hinter dem geplanten Eröffnungstermin im Oktober steht ein Fragezeichen. Denn die Kirchengemeinde hat bislang noch nicht den Bauantrag stellen können, weil sie noch Fragen des Denkmalschutzes klären muss.

„Wir sind immer noch mit dem Denkmalschutz beschäftigt“, sagt Diakonin Karin Lawrenz. Das Küsterhaus steht unter Denkmalschutz, weil es nach Plänen des Hofbaumeisters Conrad Wilhelm Hase nach dem großen Uetzer Brand 1863  zusammen mit der Kirche und dem Pfarrhaus gebaut worden ist.

Die Schwierigkeit bestehe darin, das historische Gebäude mit den Anforderungen an eine moderne Kindertagesstätte und den Arbeitsbedingungen für  die Mitarbeiter in Einklang zu bringen, erläutert Lawrenz. Daran seien Fragen des Dachausbaus und der Barrierefreiheit gekoppelt. „Ein Fahrstuhl muss sowieso eingebaut werden“, sagt die Diakonin. Bei der Herstellung der Barrierefreiheit bestehe das Problem, dass es im Erdgeschoss zwei Ebenen gebe.

Die Kirchengemeinde und das beauftragte Architekturbüro hätten demnächst noch einmal einen Termin mit der Denkmalschutzbehörde. „Danach hoffen wir, sagen zu können, ob wir den Termin im Oktober halten können“, sagt Lawrenz. Ein Unwägbarkeit sei auch, wie schnell die Bauaufsicht der Region Hannover den Bauantrag bearbeite.

Die Kirchengemeinde baut das Küsterhaus in eigener Regie um. Die politische Gemeinde wird das umgebaute Gebäude mieten und den evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Burgdorf mit dem Betrieb der Kindertagesstätte beauftragen. Ins Erdgeschoss soll eine Krippengruppe mit höchstens 15 Kindern einziehen. Die Kindergartengruppe im Dachgeschoss wird 25 Plätze haben. Die Kita wird nach einem religionspädagogischen Konzept arbeiten. „Sie ist trotzdem für alle Kinder offen“, betont Lawrenz. 

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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