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Umland Uetze Nachrichten Hornissen bauen ihr Nest im Starenkasten
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00:15 18.09.2017
Von Friedrich-Wilhelm Schiller
Unter dem Schuppendach auf dem Grundstück der Familie Sievers haben Hornissen ihr Nest gebaut - und zwar um einen Starenkasten herum gebaut, sodass dieser völlig unter dem Baumaterial der Hornissen verschwunden ist. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Hänigsen

Die Sievers hatten schon einmal ein Hornissennest auf ihrem Grundstück. Aber es sei das erste Mal, dass sich die Insekten in dem Starenkasten niedergelassen haben, berichtet Hans-Harald Sievers. "Es herrscht ein reges Leben drinnen und draußen", erzählt Rosa Sievers. Vor den Hornissen haben beide keine Angst. "Wir fühlen uns durch sie nicht eingeschränkt. Wir gehen trotz des Nestes in den Schuppen. Bisher sind wir nicht gestochen worden", sagt Hans-Harald Sievers. "Die kennen uns schon", ergänzt seine Frau.

Hornissen seien grundsätzlich friedlich, sagt der Naturschutzbeauftragte Erhard Zander. "Ein Gefahrenbereich besteht nur zwei, drei Meter um das Nest herum - und auch nur dann, wenn man sich dort hastig bewegt." Wenn man langsam gehe, passiere einem nichts. Der Naturschutzbeauftragte rät Bürgern, bei denen sich Hornissen niedergelassen haben, die Einzugsschneise nicht zu versperren und auf keinem Fall im Nest herumzustochern: "Das mögen sie nicht."

Von einem Hornissenvolk überwintere nur die junge Königin, die in etwa jetzt schlüpfe. Sie baue im Frühjahr an anderer Stelle ein neues Nest. "Das alte wird nicht wieder bezogen", weiß Zander. Die alte Königin, die Arbeiterinnen und die Drohnen sterben im Herbst bei den ersten Nachtfrösten.

Die Hornisse ist laut Zander die größte der in Deutschland vorkommenden elf Wespenarten. "Sie ist der Adler unter den Wespen", sagt der Naturschutzbeauftragte. Hornissen seien nützlich, weil sie Schadinsekten vertilgten.

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