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Umland Uetze Nachrichten Grundschüler stehen mit Opernsängern auf der Bühne
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11:47 19.02.2018
Drei Schülerinnen spielen drei Damen, die Tamino (links) ein Bild Paminas überreichen. Papageno und die Königin der Nacht beobachten die Szene. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

 Grundschüler und klassische Musik: Passt das zusammen? Dass das sogar sehr gut passt, hat die Junge Oper aus Detmold am Dienstagvormittag in der Turnhalle der Uetzer Grundschule unter Beweis gestellt. Dort führten die Sänger  Alexander U.H. Schubert (Bariton), Joachim Szepanzki (Tenor) und Mira Graczyk (Sopran) Mozarts „Zaupberflöte“ auf – zunächst für die dritten und vierten, anschließend für die ersten und zweiten Klassen.

Während Szepanzki die ganze Zeit den Prinzen Tamino spielte, schlüpften Schubert und Graczyk in mehrere Rollen. Die Sopranistin spielte die Königin der Nacht, deren Tochter Pamina sowie die Vogelfängerin Papagena. Bariton Schubert war als Vogelfänger Papageno, als König Sarastro und als Erzähler zu erleben. Bei den Schülern kamen die Sänger sehr gut an. Als Schubert nach der Vorstellung die  Dritt- und Viertklässler fragte: „Hat es Spaß gemacht?“, antworteten sie wie aus einen Mund  mit einem lauten „Ja!“.

Die Junge Oper hatte Mozarts Werk kindgerecht bearbeitet. So dauerte die Aufführung nicht wie üblich rund zweieinhalb Stunden, sondern nur 70 Minuten. Auch die Handlung wurde ein wenig geändert. Tamino musste mithilfe seiner Zauberflöte vier statt drei Prüfungen bestehen, um Pamina heiraten zu können. Die Rolle des Monostatos war gestrichen worden.

Schubert gab als Erzähler zu Beginn eine kurze Einführung. Er erzählte, dass die Zauberflöte in einer Zeit spielt, als es nur das Königreich der Nacht und das Königreich des Tages gab. “Was ist eine Oper?“ fragte Schubert die Kinder. „Sie ist ein Theaterstück, in dem ganz viel Musik gemacht wird“, fasste er die Antworten zusammen.

Die Schüler haben ihren Spaß, als Papageno durch die Zuschauerreihen geht und "Der Vogelfänger bin ich ja" singt. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Die Sänger ließen die Jungen und Mädchen mitspielen. Als Schubert „Der Vogelfänger bin ich ja“ anstimmte, forderte er sie auf mitzusingen und mitzupfeifen. Sechs Schüler, die sich als Knaben und Damen verkleidet hatten, durften sogar mit auf der Bühne. Sie und ihre Mitschüler waren im Unterricht auf die Vorstellung vorbereitet worden.

„Wir finden es wichtig, dass die Schüler an klassische Musik herangeführt werden“, sagt Schulleiterin Karin Schulz. Beim Gastspiel der Jungen Open könnten die Schüler hautnah eine Opernaufführung miterleben.

Gebannt schauen sich die Dritt- und Viertklässler die Opernaufführung an. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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