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Umland Uetze Nachrichten Gemeinde soll sich einen Anwalt nehmen
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13:23 22.02.2017
Von Friedrich-Wilhelm Schiller
Eine der beiden Hänigser Halden liegt außerhalb des Werksgeländes am Kaspersweg. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Grünen-Fraktionschef Georg Beu begründet die Forderung damit, dass von dem Vorhaben des Konzerns K+S die Gemeinde Uetze betroffen sein wird, insbesondere vom Anlieferungsverkehr. Nach Angaben des Konzerns K+S werden an jedem Arbeitstag rund 100 Lastwagen Bodenaushub und Bauschutt zum Kaliberg bringen, der Abraumhalde des stillgelegten Hänigser und Wathlinger Bergwerks Niedersachsen-Riedel. Das sind für Hin- und Rückweg 200 Fahrten, von denen etwa die Hälfte durch Hänigsen gehen könnte, befürchtet Beu.

Nach Beus Ansicht muss man in eine nachhaltige Lösung auch die beiden kleinen Halden in Hänigsen einbeziehen. "Beide Halden sind nicht dauerhaft gesichert", schreibt Beu, der auch Vorsitzender der Bürgerinitiative Umwelt Uetze ist. Nach seiner Ansicht hat K+S keine Alternativen zur jetzt geplanten Haldenabdeckung sorgfältig geprüft. Beu hat bisher vergeblich dafür plädiert, die Rückstände wieder in ins Bergwerk zu bringen.

Nach Auskunft des K+S-Sprechers Ulrich Göbel wird der Konzern "in Kürze" das sogenannte Planfeststellungsverfahren beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) beantragen. "Wir arbeiten intensiv an der Fertigstellung der Antragsunterlagen", sagt Göbel.

Im April vorigen Jahres hatte K+S-Projektleiter Gerold Jahn während einer Informationsveranstaltung in Wathlingen angekündigt, noch 2016 die Genehmigung für die Haldenabdeckung mit schwach belasteten Bodenaushub und zerkleinerten Bauschutt beantragen zu wollen. Nach dem Zeitplan, den Jahn damals vorstellte, wollte K+S die Genehmigung bis Ende 2017 haben, 2018 die Anlage zur Zerkleinerung des Bauschutts aufstellen und von 2019 bis etwa 2040 den Kaliberg abdecken und rekultivieren.

Die Verzögerung beim Antrag für das Planfeststellungsverfahren erklärt Göbel damit, dass Ende 2016 unter anderem noch nicht alle erforderlichen Gutachten vorgelegen hätten. Auf einen neuen Zeitplan will er sich nicht festlegen. Er verweist darauf, dass die Dauer des Genehmigungsverfahrens davon abhänge, wie das LBEG den Zeitrahmen für die weiteren Schritte wie die öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen und den Erörterungstermin abstecke. Beim Erörterungstermin werden die Bedenken gegen das Vorhaben diskutiert. Anschließend wertet das LBEG die Diskussion aus.

Die sogenannte Teufhalde auf dem Hänigser K+S-Gelände ist beim Abteufen des Wetterschachts entstanden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

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