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Umland Uetze Nachrichten Kalibahn darf weiter durch den Brand fahren
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00:25 28.02.2018
Für den Wald Brand, der bereits Naturschutzgebiet ist, soll eine neue Schutzverordnung erlassen werden. Quelle: Schiller
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Hänigsen/Obershagen

 Der Landkreis Celle hat den Entwurf der neuen Verordnung für das Naturschutzgebiet Brand aufgrund eines Einwandes des niedersächsischen  Umweltministerums ändern müssen. Die Änderung hat offenbar keine Nachteile für die Kalibahn Niedersachsen-Riedel zur Folge, deren Strecke durch das Schutzgebiet führt. Sie soll weiter durch den Wald zwischen Hänigsen, Obershagen, Nienhagen und Wathlingen fahren dürfen.

„Der Verein Kalibahn Niedersachsen-Riedel hat seine jetzige Nutzungsintensität der Schienen 2016 mit der Naturschutzabteilung des Landkreises Celle abgestimmt“, sagt Tore Harmening, Sprecher der Celler Kreisverwaltung. Die Absprache betreffe Einschränkungen bezüglich der Häufigkeit der Fahrten, des Einsatzes motorisierter Fahrzeuge und der Nutzungszeiten. Der neue Verordnungsentwurf trage dieser Vereinbarung Rechnung. „Der Verein müsste lediglich auf dieser Basis einen Antrag auf Zustimmung für die Durchführung organisierter Veranstaltungen stellen. Diese Zustimmung ergeht kostenlos“, sagt der Landkreissprecher.

Der Brand ist Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) und damit von europäischer Bedeutung für den Naturschutz. Der Landkreis Celle muss die alte Naturschutzverordnung von 1985 an die FFH-Richtlinien der Europäischen Union anpassen. Im Brand kommen fünf sogenannte FFH-Waldlebensraumtypen vor: Auenwald mit Erlen und Eschen, Hainsimsen-Buchenwald, Waldmeister-Buchenwald, feuchter Eichen- und Hainbuchenmischwald sowie alter bodensaurer Eichenwald. Die Schutzbestimmungen für diese Waldtypen hatte die Naturschutzbehörde des Landkreises Celle zunächst gemäß dem „Walderlass des Landes für Flächen mit hervorragendem Erhaltungszustand (A)“ formuliert. Die Behörde hat nun die strengen Auflagen etwas gelockert. „Das niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hat schriftlich mitgeteilt, dass diese Änderung notwendig ist“,  berichtet Harmening.

Das Naturschutzgebiet ist 483 Hektar groß. Das Exxon-Mobil-Betriebsgelände und die frühere Heeresmunitionsanstalt (Muna), die in dem Wald liegen, bleiben ausgeklammert. Für die Neuausweisung des Schutzgebietes ist der Landkreis Celle zuständig, weil der größte Teil auf seinem Gebiet liegt. Der überarbeitete Verordnungsentwurf liegt bis Freitag, 23. März, im Uetzer Rathaus und beim Landkreis Celle zur Einsicht aus.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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