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Scherze und Neckereien zum 100.

Uetze Scherze und Neckereien zum 100.

Sein Alter sieht man Kurt Sperling nicht an. Am Mittwoch ist er 100 Jahre alt geworden. Seinen Ehrentag feierte im Hänigser Pflegewohnstift An der Mühle.

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Kurt Sperling feiert im Pflegewohnstift An der Mühle seinen 100. Geburtstag. Die ein Jahr ältere Heimbewohnerin Annemarie Brückner lässt es sich nicht nehmen, dem Jubilar zu gratulieren.

Quelle: privat

Hänigsen. Der Jubilar ist zwar auf einen Rollator angewiesen, um sich fortzubewegen. Geistig ist er aber noch voll auf der Höhe. Mit großem Interesse verfolgt er das Tagesgeschehen. Täglich liest er die Hannoversche Allgemeine Zeitung.

Während des Empfangs, den seine Tochter Margrit Fröhlich und deren Mann Hellmut ihm zu Ehren gaben, ließ er immer wieder seinen Humor und seine Schlagfertigkeit aufblitzen. "Habt ihr die Gärten geplündert?" scherzte er zum Beispiel, als ihm die Mitglieder des Heimbeirats Rosen schenkten.

"Sie sind ein sehr beliebter Bewohner unseres Pflegewohnstifts", sagte Heimleiterin Renate von Fircks, "weil Sie zum Personal und zu den Mitbewohnern stets freundlich sind." Zu den zahlreichen Gratulanten zählten Bürgermeister Werner Backeberg, Ortsbürgermeister Norbert Vanin und Pastor Steffen Lahmann. Letzterer versicherte Sperling: "Sie haben jetzt ein biblisches Alter erreicht."

Von Fircks und Margrit Fröhlich ließen kurz das "ereignisreiche Leben" des 100-Jährigen Revue passieren. Sperling ist 1917 in Bad Gandersheim auf die Welt gekommen. Seine Jugend verbrachte er in Braunschweig. Den Lebensunterhalt für seine dreiköpfigen Familie, mit der er in Langenhagen wohnte, verdiente er im Textilgroßhandel. Er leitete in Hannover die Filiale einer Braunschweiger Firma.

Nach den Worten seiner Tochter haben die Ereignisse im Zweiten Weltkrieg Sperling stark geprägt. Noch heute erzähle er oft davon. "Du bist während des Krieges unfreiwillig durch halb Europa gekommen", sagte Margrit Fröhlich während ihrer Laudatio. In Italien geriet Sperling in amerikanische Gefangenschaft.

Dass der Jubilar gern mit seiner Frau Ingeborg Kreuzfahrten unternahm, wusste die Heimleiterin zu berichten. Deshalb hatte das Pflegewohnstift die Tische für den Empfang maritim dekoriert. Mit seiner Frau war Sperling 63 Jahre lang verheiratet. Nach deren Tod 2009 zog er Anfang 2010 von Langenhagen nach Hänigsen ins Pflegewohnstift An der Mühle, weil seine Tochter und sein Schwiegersohn in Hänigsen wohnen.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller