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Umland Uetze Nachrichten Der Brand wird europäisches Schutzgebiet
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00:15 13.07.2017
Von Friedrich-Wilhelm Schiller
Der Brand ist ein früherer Auwald. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen/Obershgen

"Das künftige FFH-Gebiet wird deckungsgleich mit dem bisherigen Naturschutzgebiet sein", sagt Klaus Abelmann, Sprecher der Region Hannover. Die bisherige Naturschutzverordnung aus dem Jahr 1985 werde durch eine neue Verordnung ersetzt, die die Vorgaben der FFH-Richtlinie der Europäischen Union erfülle. Nicht zum Schutzgebiet gehören das ehemalige Muna-Gelände nördlich von Hänigsen und das frühere Erdölwerk der Brigitta Elwerath an der Kreisstraße Ehlershausen-Nienhagen. Diese Flächen sollen auch künftig nicht unter Schutz gestellt werden.

Der Brand sei als ehemaliger Auwald, der früher von der Aue und der Thöse überflutet wurde, besonders erhaltenswert, sagt Abelmann. Reste des Auwalds seien noch vorhanden. Erlen-, Eschen- und Eichenbestände prägen den feuchten Bereich des Waldes. Auf den höher gelegenen, trockeneren Flächen wachsen Eichen, Hain- und Rotbuchen. Im Kern sind zwölf Hektar als Naturwald ausgewiesen. "Er bleibt sich selbst überlassen", erläutert Abelmann. Dieser Bereich, den Spaziergänger nicht betreten dürfen, soll sich wieder zu einem Urwald entwickeln.

Im Brand brütet seit einigen Jahren der Uhu. Außerdem trifft man dort alle in unseren Breiten vorkommenden Specht- und Fledermausarten an. Das ist für Fachleute ein Indiz für eine vielfältige Waldstruktur und naturnahe Verhältnisse.

Durch den Brand führt die Strecke des in Hänigsen beheimateten Vereins Kalibahn Niedersachsen-Riedel. Für die Nutzung der Strecke gelten nach den Worten des Vorsitzenden Joachim Leiner Einschränkungen. "Wir dürfen nur noch an drei Tagen in der Woche fahren und dann auch nur bis 18 Uhr", berichtet Leiner.

Weil der weitaus größte Teil des Waldgebiets im Landkreis Celle liegt, hat die Celler Kreisverwaltung die Federführung bei der Ausweisung des FFH-Gebiets. Von Dienstag, 11. Juli, bis Freitag, 11. August, liegt der Entwurf für die FFH-Verordnung im Uetzer Rathaus, bei der Samtgemeinde Wathlingen und beim Landkreis Celle öffentlich zur Einsicht aus. Einwohner können Einwände erheben. "Diese werden im weiteren Verfahren ausgewertet", sagt Abelmann.

Dieses und andere Schilder weisen darauf hin, dass der Brand derzeit ein Naturschutzgebiet ist. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

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