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Umland Uetze Nachrichten Hänigser Ortsrat will Saatbomben zünden
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13:37 24.02.2018
Insekten finden zum Beispiel auf den Blüten des Klatschmohns Nahrung. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen

 Der Ortsrat will etwas für die Artenvielfalt tun. Auf den Vorschlag der Sozialdemokratin Franziska Greite-Schillerts hin will er das ökologische Projekt „Wilde (H)Ecke“ anschieben. Nach der Vorstellung der SPD-Ortsratsfrau sollen die Ortsratsmitglieder aus Ton, Erde und Samen von Pflanzen, die Insekten reichlich Nahrung bieten, Saatbomben herstellen und diese gegen eine Spende an Einwohner abgeben. Die Einwohner sollen die Saatbomben in ihre Gärten werfen, damit dort im Sommer blühende Ecken entstehen.

Für die Herstellung  der Saatbomben stellt der Ortsrat 100 Euro aus seinem Budget zur Verfügung. Mit dem gespendeten Geld, das er bei der Ausgabe des Saatguts einnehme, könne er die Aktion wiederholen oder den Bau eines Insektenhotels finanzieren, warb Greite-Schillert für das Projekt.

In der Stadt gebe es viele blühende Ecken, sagte sie. Als sie vor sechseinhalb Jahren aus der Stadt nach Hänigsen gezogen sei, habe sie gedacht, dass es auf dem Lande viel grüner sei. Das stimme zwar, aber es gebe fast nur Monokulturen. Das sei ein Grund für das massive Insektensterben in Deutschland. „Das finde ich verheerend“, sagte Greite-Schillert. Ziel des Projekts sei, mit einfachen Mitteln das Bewusstsein für Biodiversität zu wecken.

„Die Grundidee finde ich gut“,  antwortete Klaus Cording (CDU). Georg Beu (Grüne) signalisierte ebenfalls Zustimmung. Aber das Projekt reicht nach seiner Minung bei Weitem nicht aus, „um das große Rad Biodiversität zu drehen“. Es müsse sich etwas in der Landwirtschaft ändern. „Auf die konvenitonelle Landwirtschaft zu schimpfen, ist nicht fair“, entgegenete Cording. Auch in der biologischen Landwirtschaft gebe es Monokulturen. Um etwas für Insekten zu tun, müsse man vor allem Blühstreifen in der Landschaft anlegen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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