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Politiker vertagen Entscheidung über Sportheim

Uetze Politiker vertagen Entscheidung über Sportheim

Was aus dem maroden Hänigser Sportheim werden soll, ist weiter offen. Der Uetzer Ratsausschuss für Schule, Sport und Kultur will vor einer Entscheidung die Gespräche mit dem TSV Friesen abwarten.

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Das Hänigser Sportheim ist in einem maroden Zustand. Darin befinden sich nicht nur Umkleidekabinen, sondern auch eine Gaststätte und mehrere Wohnungen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen.  Hinter der Zukunft des maroden Hänigser Sportheims steht weiter ein Fragezeichen. Der Uetzer Ratsausschuss für Schule, Sport und Kultur hat eine Entscheidung vertagt, wie die Gemeinde mit dem Gebäude verfahren soll.

In der Sitzung stand ein Antrag der Ratskoalition aus CDU, Grünen, Freien und Balu mit mehreren Prüfaufträgen zur Diskussion - zum Beispiel, ob ein Verkauf oder ein Abbruch des Gebäudes möglich sind, ob die Fußballer auf den C-Platz der Sportanlage verzichten können und wie viele Umkleidekabinen diese benötigen.

„Verschiedene Varianten zu prüfen, ist nicht verkehrt“, sagte Rudulf Schubert (SPD). Aber die Prüfaufträge dürften nicht dazu führen, eine Entscheidung auf die lange Bank zu schieben. Man müsse jetzt das Projekt mit dem Verein angehen. Schubert holte den alten SPD-Antrag aus der Schublade, dass die Gemeinde das Abwassersystem sanieren und anschließend das Sportheim dem TSV Friesen Friesen überträgen soll. Dieser soll dann selbst die Umkleidekabinen renovieren.

Ihm entgegnete Frank Hacke, Leiter des kommuanlen Eigenbetriebs Gebäudeservice, dass die SPD bei ihrem Antrag von falschen Voraussetzungen ausgegangen sei: Das gesamte Gebäude sei in einem schlechten Zustand. Die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch berichtete, dass die Verwaltung bereits mit dem TSV Friesen über den SPD-Antrag gesprochen habe und weitere Gespräche mit dem Verein führe.

Der Friesen-Vorsitzende Klaus Dahlgrün machte deutlich, dass sein Verein nicht das Gebäude übernehmen könne. Jeder Abteilung habe Finanzhoheit. „Die übrigen Sparten werden keine finanziellen Verpflichtungen für die Fußballsparte eingehen“, sagte Dahlgrün. Er betonte, dass der Verein seinen Unterhaltungspflichten nachgekommen sei: „Alles, was machbar ist, haben wir gemacht.“ „Für den Ersatz der durch natürlichen Verschleiß trotz ordnungsgemäßer Instandhaltung unbrauchbar gewordenen Anlagen hat die Gemeinde zu sorgen“, zitierte er den Sportanlagenüberlassungsvertrag.

„Wir warten auf Informationen über die Gespräche der Verwaltung mit den Friesen“, fasste der Ausschussvorsitzende Norbert Vanin (SPD) die Diskussion zusammen. „Aber zeitnah“, forderte Oliver Wempe (Balu).

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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