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00:16 19.10.2017
Thordies Hanisch packt erst einmal ein: Die SPD-Politikerin zieht in den Landtag. Quelle: schiller
Uetze

Die Eltzerin folgt mit gut 14-jähriger Pause auf ihren Parteifreund, den Schwüblingser Landwirt Michael Stolze, als Landtagsmitglied. Er hatte von 1994 bis 2003 im Landesparlament gesessen.

„Thordies Hanisch hat mit sehr hohem persönlichen Einsatz den Haustürwahlkampf bestritten“, lobte Uetzes SPD-Chef Rudolf Schubert. Dabei habe sie die Wähler mit ihrem „sachlichen Engagement“ überzeugen können, das sie auch im Rat der Gemeinde und im Ortsrat Eltze zeige. Das lasse sich daran ablesen, dass Hanisch in ihrem Heimatort Eltze mit 314 deutlich mehr Stimmen erhalten habe als ihr politischer Mitbewerber (235). „Schließlich ist Eltze eher von der CDU geprägt“, sagte Schubert.

Die neue Landtagsabgeordnete nutzte den ersten Tag nach der Wahl erst einmal, um Projekte bei ihrem Arbeitgeber, dem Planungsbüro Amtshof Eicklingen, weiterzubetreuen. „Ich habe meinem Chef versprochen, im Fall der Wahl noch einige Aufgaben zu beenden, und das werde ich einlösen“, sagte Hanisch.

Sie sei in den Wahlkampf gestartet, weil sie sich nicht als chancenlos betrachte habe. „Aber einen solchen Vorsprung habe ich nicht erwartet.“ Auf Gemeindeebene stimmten 4523 Wähler für den politischen Neuling, 3681 für Deneke-Jöhrens, der dem Landtag neun Jahre angehörte. Ihren Sieg habe sie aber erst richtig feiern können, als mehr als 80 Wahllokale ausgezählt worden waren, sagte Hanisch. Aus ihrer Sicht hat sich ausgezahlt, dass sie sehr viel unterwegs war, um mit Bürgern zu sprechen. „Aber natürlich profitiere ich auch davon, dass die SPD in der gesamten Region deutlich gewonnen hat.“ Im Landtag würde sich die Stadtplanerin gern im Bereich Verkehrsplanung einbringen. „Da gibt es bei mir eine klare Affinität.“

Uetzes CDU-Chef Dirk Rentz meinte, Hanisch habe den Heimvorteil in der Gemeinde optimal für sich ausgenutzt. „Die Menschen haben sie weniger wegen ihrer Verdienste gewählt als vielmehr aus der Hoffnung heraus, dass eine jüngere Frau eine andere Politik macht“, sagte er und dankte dem bisherigen CDU-Abgeordneten Deneke-Jöhrens, der eine gute Arbeit für die Gemeinde geleistet habe. „In unserem Wahlkampf sehe ich keine Fehler“, sagte Rentz. Wohl auch deshalb habe die CDU in Uetze nicht so stark wie auf Landesebene verloren.

Grünen-Chefin Arife Akcam-Hytrek bemerkte angesichts des Stimmenverlustes, dass ihre Partei 2013 das gute Ergebnis wegen der Fukushima-Katastrophe erzielt habe. „Aber natürlich stellen wir uns die Frage, was wir besser machen können“, betonte sie. Dabei gehe es vor allem darum, die Arbeit der aktiven Ratsmitglieder besser als bisher nach außen zu vermitteln.

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