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Umland Uetze Nachrichten Großbrand zerstört Bauernhof in Eltze
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00:42 20.05.2018
70 Feuerwehrleute können beim Großbrand in Eltze nicht verhindern, dass die Flammen den Bussen-Hoff vollständig zerstören. Quelle: Foto: Dege
Eltze

 Ein Großbrand hat am Donnerstagnachmittag den sogenannten Bussen-Hoff mitten im Dorf komplett zerstört. Das Wohnhaus des 1826 errichteten Hofes ist unbewohnbar. Die Feuerwehr spricht von einem Totalschaden. Menschen wurden nicht verletzt.

Das Feuer brach kurz von 15 Uhr im Wohngebäude an der Ecke Peiner Straße/Kötnerstraße in Eltze aus noch ungeklärter Ursache aus. Als die von Anwohnern alarmierten Feuerwehrleute aus Eltze eintrafen, stand das Wohnhaus des ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens bereits lichterloh in Flammen. Darum wurden umgehend weitere Feuerwehren hinzualarmiert – auch die Ortsfeuerwehr Burgdorf, die mit der Drehleiter anrückte. Dazuhin schickte die Einsatzleitstelle in Hannover vorsorglich den Rettungshubschrauber Christoph 4 mitsamt Notarzt und zwei Rettungswagen nach Eltze. 

70 Feuerwehrleute von sieben Ortsfeuerwehren kämpften bis 17.30 Uhr fieberhaft gegen das Flammenmeer an. Von allen Seiten des Hofs schossen sie aus allen Rohren mit Wasser. Erst am frühen Abend hatten sie die Flammen weitgehend unter Kontrolle, brannten nur noch einige Glutnester. Die Retter konnten allerdings nicht verhindern, dass der Dachstuhl sowohl des Wohnhauses wie der angrenzenden Stallungen in sich zusammenfiel. 

Nur eine Maschinenhalle im rückwärtigen Teil des L-förmig angelegten Anwesens steht noch. Die Außenmauern von Wohnhaus und Stall sind laut Feuerwehrsprecher Timo Seffer teilweise einsturzgefährdet und müssen abgetragen werden. Die Wohnhausfront zur Peiner Straße ist bereits zusammengefallen. Die Feuerwehr zog deshalb die THW-Fachgruppe Bergen und Räumen aus Burgdorf hinzu. 

Auf dem Hof lebten nach Angaben von Anwohnern drei Menschen, ein altes Ehepaar und deren Sohn, der am Nachmittag arbeitete. Die Eheleute konnten sich unverletzt aus dem Haus retten. Die Familie ist jetzt obdachlos. Die Senioren standen unter Schock und mussten betreut werden. 

Zahlreiche Schaulustige aus dem Dorf verfolgten die Löscharbeiten. Zur Brandursache konnten Feuerwehr und Polizei bis zum Abend nichts sagen. Die Brandermittler der Kriminalpolizei werden das Gehöft untersuchen, sobald sie die Reste der Gebäude gefahrlos betreten können. Fest steht bislang nur, dass das Feuer im Bereich der Terrasse ausbrach. Auch zur Höhe des Schaden konnte die Feuerwehr noch keine Angaben machen. 

Die Feuerwehr kann das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen nicht retten. Der Dachstuhl bricht ein. Das Haus ist unbewohnbar.

Von Joachim Dege

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