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Johannes Leßmann will das Klima schützen

Uetze Johannes Leßmann will das Klima schützen

Mit gutem Beispiel geht Uetzes neuer Umweltsachbearbeiter und Klimaschutzmanager Johannes Leßmann voran. Um das Klima zu schonen, fährt der Hannoveraner täglich mit dem Zug nach Dedenhausen und legt dann die letzten Kilometer zu seinem Arbeitsplatz im Uetzer Rathaus mit dem Fahrrad zurück.

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Uetzes Umweltsachbearbeiter und Klimaschutzmanager Johannes Leßmann sieht sich als Ansprechpartner für die Einwohner. Bei ihm können sie sich zum Beispiel Strommessgeräte ausleihen, um den Stromverbrauch von Elektrogeräten zu ermitteln.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Anders als sein Vorgänger Peter Schillhofer ist der 35-Jährige nicht nur für den Naturschutz, die kommunalen Friedhöfe und Fragen der Abfallwirtschaft zuständig. Zusätzlich zählt zu seinem Aufgabenbereich der Klimaschutz. Gerade diese Kombination gab für Leßmann, der nach eigenen Worten naturverbunden ist und sich gern im Freien aufhält, den Ausschlag, sich auf die Stelle zu bewerben.

Das Thema Klimaschutz treibt den Diplom-Forstwirt, der nach Studium und forstwirtschaftlichem Referendariat bei einem Zertifizierungsbüro für Produkte aus nachhaltiger Waldwirtschaft sowie im Garten- und Landschaftsbau gearbeitet hat, schon länger um. Die vielen Wetteranomalien zeigten ihm: "Da läuft irgendetwas falsch. Die Energiewende zu regenerativer Energie sehe ich als einzige Zukunftsoption an, damit die Kinder eine lebenswerte Zukunft vorfinden", sagt Leßmann, der Vater eines Sohnes ist.

Eine seiner wesentlichen Aufgaben sieht er darin, Energieeffizienzprojekte auf den Weg zu bringen. Das gelte sowohl für gemeindeeigene als auch für private Gebäude. Als gemeinsames Projekt der Gemeinde und der Klimaschutzagentur Region Hannover läuft noch bis Ende September eine kostenlose Solarberatung für private Hauseigentümer. 

Die Umsetzung des Energieeffizienzkonzepts für das Uetzer Spreewaldseengebiet wird den Klimaschutzmanager ebenfalls beschäftigen. Dieses Konzept enthält Vorschläge für die energetische Sanierung der Häuser in dem ehemaligen Wochenendhausgebiet, das heute Wohngebiet ist.

Um den Stromverbrauch einzelner Elektrogeräte zu überprüfen, können Einwohner aus der Gemeinde bei ihm Strommessgeräte ausleihen. Grundsätzlich sieht sich Leßmann, Telefon (05173) 970266, als Ansprechpartner für die Bürger. "Es ist angedacht, eine Art Sprechstunde einzurichten", berichtet er.

Für den Klimaschutz will Leßmann auch in den Schulen und Kindergärten werben. "Es gibt für Kitas und Schulen eine große Palette an Umweltbildungsthemen, die auf den Klimaschutz zugeschnitten sind", weiß der Klimaschutzmanager.

"Mein Vorgänger, Herr Schillhofer, hat sehr, sehr viele Naturschutzprojekte angeschoben. Da würde ich gern in seine Fußstapfen treten", sagt Leßmann. So liebäugelt er damit, den Kleinen Umwelttag wieder aufleben zu lassen. Bei dieser Veranstaltung hat die Gemeinde zum Selbstkostenpreis heimische Sträucher an die Bürger abgegeben.

Ein Arbeitsschwerpunkt im Bereich Umweltsachbearbeitung wird nach Leßmanns Einschätzung das Bearbeiten von Anträgen sein, wenn Privatleute Bäume fällen wollen. Grundstückseigentümer stellten einen solchen Antrag in der Regel, wenn ein Baum störe oder krank sei, erläutert der neuen Umweltsachbearbeiter. In der Gemeinde Uetze gibt es zwar keine Baumschutzsatzung. Aber in einigen Bebauungsplänen ist festgeschrieben, dass besonders erhaltenswerte Bäume nicht abgeholzt werden dürfen.  

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Für das idyllisch gelegene Uetzer Spreewaldseengebiet liegt ein Energieeffizienzkonzept vor. Weitere Energieeffizienzprojekte will Johannes Leßmann anschieben. 

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller