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Nachrichten Wirtschaftsförderung ist dem Rat zwei Stellen wert
Umland Uetze Nachrichten Wirtschaftsförderung ist dem Rat zwei Stellen wert
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00:43 25.03.2018
Julia Sodemann und Andreas Fitz wollen Uetze als attraktiven Wirtschaftsstandort zwischen Hannover und Wolfsburg über die Gemeindegrenzen hinaus bekannter machen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

 Der Uetzer Rat will der Wirtschaftsförderung in der Gemeinde Uetze mehr Gewicht verleihen. Daher hat Andreas Fitz, der im Rathaus für diese Aufgabe, aber auch für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und die sogenannte Steuerungsunterstützung des Verwaltungsvorstands zuständig ist, Unterstützung bekommen. Die Gemeinde hat die Betriebswirtin Julia Sodemann eingestellt. Ihre Hauptaufgabe ist die Wirtschaftsförderung. Sie wird aber auch Fitz bei der Pressearbeit und der Steuerungsunterstützung  vertreten, wenn dieser verhindert ist.

Für Sodemann ist es die erste Stelle nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Hannover, das sie mit dem Bachelor abgeschlossen hat. Sie kennt die Gemeinde und einige der dortigen Betriebe, weil sie in Eltze aufgewachsen ist. Die Stelle im Uetzer Rathaus war für sie interessant, weil man dort nach ihrer Meinung noch viel auf dem Gebiet der Wirtschaftsförderung bewegen kann. „Standortmarketing ist noch nicht gemacht worden“, sagt sie. Das sei bei der Vermarktung von Gewerbeflächen wichtig.

Zum Standortmarketing gehöre auch eine Überarbeitung der Homepage der Gemeinde. „Das wird zurzeit realisiert“, sagt Sodemann. Eventuell könne man eine Imagekampagne starten, um Uetze als attraktiven Gewerbestandort an der Bundesstraße 188 zwischen Hannover und Wolfsburg darzustellen, fügt sie hinzu. Im Vergleich zu Hannover und anderen Kommunen könne Uetze relative preiswerte Grundstücke anbieten. Grundstückspreise sind nach ihrer Ansicht ein wichtiger Aspekt bei Firmengründungen. Fitz weist darauf hin, dass große Kommunen rund um Hannover kaum noch freie Gewerbeflächen hätten.

„Um Gewerbegrundstücke anbieten zu können, braucht man Flächen. Deshalb sind wir gerade dabei, die Erweiterung des Gewerbegebiets Uetze Nordost und die Erschließung des Mischgebiets am Schapers Kamp voranzutreiben“, berichten Fitz und Sodemann. Anschließend komme die Erweiterung des Gewerbegebiets  in Hänigsen zwischen Altmerdingser und Rälingser Straße an die Reihe, kündigt Fitz an. Außerdem müssten er und seine Kollegin sich mit dem Wandel des Uetzer Ortskerns befassen, auch wenn es dort derzeit keine Leerstände gibt.

Sodemann hat ihre ersten Wochen im Rathaus genutzt, um sich mit den Strukturen der Gemeindeverwaltung vertraut zu machen. „Die sehen anders aus als in einem Industrieunternehmen“, stellt sie fest.

Angesichts der Tatsache, dass es schwierig sei, neue Betriebe anzusiedeln, sei die Bestandspflege ganz wichtig, betont Fitz. „Ich bin dabei, mich  bei den Betrieben vorzustellen“, berichtet Sodemann.  So bekämen die Unternehmen das Gefühl, dass jemand für sie im Rathaus da ist, fügt Fitz hinzu. Wenn Betriebe Probleme hätten, könnten er und Sodemann Gespäche mit den zuständigen Teams vermitteln, damit diese eine Lösung finden.

Fitz, der auch Geschäftsfüher der Gemeindebetreibe ist, erinnert daran, dass es früher zwei Stellen für die Öffentlichkeitsarbeit und die Wirtschaftsförderung gegeben hatte. Bevor er vor vier Jahren von Hannover ins Uetzer Rathaus gewechselt ist, war Markus Gerberding, der inzwischen beim Landkreis Celle arbeitet, Wirtschaftsförderer gewesen. Und die heutige Erste Gemeinderätin Ursula Tesch war Gemeindesprecherin.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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